Frischeküche Holzkirchen: Ein neuer Weg zu gesunder Verpflegung für die Region
In Holzkirchen tut sich was – und zwar in der Frischeküche! Jährlich produziert dieses Kommunalunternehmen sage und schreibe 320.000 Essen. Doch in letzter Zeit hat die Küche mit einem Defizit von über 300.000 Euro zu kämpfen gehabt, was die Kommune nicht ausgleichen konnte. Nun hat der Kreistag beschlossen, die Frischeküche in einen Zweckverband zu überführen. Das klingt erst mal trocken, aber das hat weitreichende Folgen für die Essensversorgung in der Region!
Seit 2021 werden die Planungen für diese Umwandlung vorangetrieben. Ziel ist es, neue wirtschaftliche Perspektiven über die Grenzen des Landkreises hinaus zu schaffen. Ein kluger Schachzug, denn bereits jetzt beziehen Einrichtungen in Nachbarlandkreisen die leckeren Speisen. Mit dem neuen Zweckverband wird es der Frischeküche ermöglicht, rechtskonform außerhalb der Landkreisgrenzen aktiv zu werden. Das könnte die Nachfrage nach Schulverpflegung erheblich steigern – besonders im Hinblick auf den Ausbau des Ganztags für Schulkinder. Bürgermeister Christoph Schmid hebt die Wichtigkeit dieses Beschlusses hervor, warnt jedoch auch vor dem zusätzlichen Arbeitsaufwand, der damit verbunden ist.
Ein Schritt in die richtige Richtung
Um die Preissteigerungen für Essensabnehmer zu vermeiden, müssen diese Mitglieder im Zweckverband werden. Das ist ein smarter Schachzug, um die finanzielle Basis zu stabilisieren. Zudem hat der Kreisausschuss beschlossen, die Satzung der Frischeküche zu ändern. Bisher sah diese regelmäßige Prüfungen durch einen Wirtschaftssachverständigen vor – was natürlich ganz schön ins Geld ging. Doch dank einer Reform sind Jahresabschlussprüfungen für Klein- und Kleinstunternehmen nicht mehr verpflichtend. So wird die Prüfpflicht gestrichen, was für die Frischeküche eine Erleichterung darstellt, auch wenn freiwillige Prüfungen weiterhin möglich bleiben.
Doch was bedeutet das alles für die Gemeinschaftsverpflegung insgesamt? Täglich essen etwa 16 Millionen Menschen in Einrichtungen wie Kitas, Schulen und Senioreneinrichtungen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMLEH) fördert gesunde und ausgewogene Ernährung in allen Lebensphasen. Besonders in Kitas und Schulen wird immer mehr Wert auf qualitativ hochwertige Schulverpflegung gelegt. Schließlich ist das entscheidend für den Erfolg von Ernährungsbildungsmaßnahmen. Die Unterstützung des BMLEH reicht von Projektförderung bis hin zu praxisnahen Tools, um die Verpflegungsangebote zu verbessern.
Ein Blick in die Zukunft
Eines der spannendsten Projekte ist das digitale Qualitätsmanagementtool „Unser Schulessen“, das Schulen helfen soll, ausgewogene Verpflegungsangebote zu etablieren. Ab September 2024 steht dieses Tool sogar kostenfrei zur Verfügung. Ein echter Gewinn für die Schulen! Gleichzeitig fördert das BMLEH die regionale Vernetzung und Beratung, um sicherzustellen, dass die Verpflegung kindgerecht bleibt. Das ist umso wichtiger, da viele berechtigte Kinder und Jugendliche das elternbeitragsfreie Schulmittagessen nicht in Anspruch nehmen, oft wegen bürokratischer Hürden.
In Holzkirchen wird also nicht nur an der Verbesserung der Frischeküche gearbeitet, sondern auch an der Gesamtstrategie für die Gemeinschaftsverpflegung. Das sind positive Nachrichten für alle, die in der Region leben und auf eine gesunde, schmackhafte Verpflegung angewiesen sind. Wer weiß, vielleicht steht schon bald ein neues kulinarisches Highlight auf dem Speiseplan!
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