Heute ist der 26.05.2026 und die Lage auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich alles andere als rosig. Es sind bundesweit tausende Minijobs unbesetzt, und das hat Auswirkungen, die viele nicht auf dem Schirm haben. Besonders betroffen sind Branchen wie die Schwimmbäder. Da gibt es einen drängenden Personalmangel, der nicht nur in Memmingen, sondern von Nord bis Süd in Deutschland zu spüren ist. In vielen Regionen warten hunderte Stellen auf Aushilfen auf 520-Euro-Basis – ein echtes Dilemma für Betreiber und Besucher gleichermaßen.
In der Stadt Memmingen allein wurden 174 offene Minijobs gemeldet. Darunter sind Stellen bei elobau, Ernsting’s family, Aral, Müller und dm. Auch die Stadtverwaltung hat es nötig: Sie sucht Sargträger, und das für ein Entgelt von rund 380 Euro monatlich. Ein bisschen schockierend, oder? Das zeigt, wie vielfältig die Suche nach Arbeitskräften momentan ist. Und das in einer Zeit, in der die Menschen wieder mehr aus ihren vier Wänden kommen und die Freibäder bei warmem Wetter füllen wollen.
Die Schwimmbäder in der Krise
Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass laut einer Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) nur 58% der Bademeister-Stellen in Freibädern besetzt sind. Bei etwa jedem zehnten Betreiber bleiben über 30% der Stellen vakant. Das führt unweigerlich zu kürzeren Öffnungszeiten oder sogar zu Schließungen. Die Sommerhitze steht vor der Tür, und die Freibäder stehen leer – das ist einfach traurig. Schwimmschulen wie Calypso versuchen, dem entgegenzuwirken und bieten für Schwimmlehrer satte 23 Euro pro Stunde an. Ein kleiner Lichtblick in dieser düsteren Lage.
In Kassel beispielsweise waren am 24. Mai 309 offene Minijobs gemeldet, vor allem im Einzelhandel. Lidl sucht Regalauffüller, während IKEA studentische Aushilfen sucht. Hier bewegen sich die Stundenlöhne bis zu 14,96 Euro – ein Anreiz, der nicht zu verachten ist. In Memmingen, wo es ebenfalls zahlreiche Angebote gibt, sind viele auf der Jagd nach der nächsten Aushilfsstelle, um die Kassen aufzubessern. Das Klagen über den Arbeitskräftemangel führt zu einem Wettlauf um die besten Stellen, und man fragt sich: Wo sind all die Beschäftigten geblieben?
Die Suche nach Aushilfen und die Auswirkungen
Unternehmen wie Scania suchen verzweifelt nach Mechatronikern, während TEDi, Netto und die Wortmann KG ebenfalls Personal in Detmold suchen. Ein ständiges Ringen um die Aushilfen, die die Regale füllen, die Geschäfte besetzen und die Gastronomie am Laufen halten. Am 24. Mai waren bundesweit 5.805 Wochenend-Jobs ausgeschrieben, vor allem im Gesundheitswesen und in der Gastronomie. Die Dr. Becker Kiliani-Klinik und die Klinik Bavaria suchen Reinigungs- und Pflegehilfen. Ein klarer Hinweis darauf, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften in diesen Bereichen nicht abreißt. Komischerweise scheinen die Menschen trotzdem nicht zu strömen.
Die Situation wird durch die Tatsache verstärkt, dass auch größere Unternehmen, wie die Stadt Ravensburg, langfristige Personalplanung betreiben müssen, um genügend Pflegekräfte auszubilden. Die 15 neuen Pflegeauszubildenden, die dort eingestellt werden, sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber es bleibt abzuwarten, ob dies ausreicht, um den Mangel zu beheben.
Alles in allem zeigt die hohe Zahl offener Minijobs, wie schwierig es für Unternehmen ist, flexible Aushilfskräfte zu finden. Wenn die Freibäder nicht öffnen können, weil die Bademeister fehlen, und die ganzen Geschäfte auf der Suche nach Aushilfen sind, muss man sich fragen: Wo führt uns das alles hin? Die Antwort ist ungewiss, aber eines steht fest: Die Suche nach Arbeitskräften wird noch eine Weile anhalten.
