Was ist denn da los in unseren Freibädern? Ende Mai 2026 wird deutlich, dass viele Bäder in ganz Deutschland mit einem erheblichen Personalmangel zu kämpfen haben. Eine aktuelle Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) zeigt, dass nur ganze 58% der Bademeister-Stellen besetzt sind. Das hat zur Folge, dass viele Freibäder entweder kürzere Öffnungszeiten anbieten oder sogar vorübergehend schließen müssen, wenn über ein Drittel ihrer Stellen vakant bleibt. Diese Situation betrifft nicht nur die beliebten Schwimmbäder, sondern zieht sich durch verschiedene Branchen, die alle händeringend nach Aushilfen suchen.
Leere Stellen prägen das Bild in vielen Regionen von Nord bis Süd. Allein in der Stadt Lage (Lippe) wurden am 25. Mai über 400 Minijobs gemeldet. Interessante Angebote finden sich auch in Kassel, wo 309 offene Minijobs vor allem im Einzelhandel winken. Und während Unternehmen wie Lidl und IKEA nach Regalauffüllern und studentischen Aushilfen suchen, steigt der Stundenlohn in Kassel auf bis zu 14,96 Euro.
Akuter Personalmangel
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: bundesweit sind tausende Minijobs unbesetzt, was vor allem Branchen wie die Gastronomie und Gesundheitswesen betrifft. In Memmingen beispielsweise gibt es 174 offene Stellen, darunter Saisonkräfte bei elobau und andere Beschäftigungsmöglichkeiten bei Einzelhändlern. Interessanterweise sucht die Stadtverwaltung sogar Sargträger mit einem monatlichen Entgelt von rund 380 Euro.
Für Jobinteressierte ist jetzt die richtige Zeit, um sich ein gutes Geschäft zu machen. In der Region Fulda etwa sind 171 aktive Minijobs ausgeschrieben, und die Schwimmschule Calypso bietet attraktive 23 Euro pro Stunde für Schwimmlehrer an. Hier zeigt sich, dass ein gutes Händchen bei der Jobwahl sich durchaus auszahlt.
Die Auswirkungen auf die Branche
Der Personalmangel gibt auch anderen Unternehmen zu denken. So bereitet sich Pfeifer & Langen auf die Zuckerrübenkampagne vor und wird ebenfalls Personal benötigen. Auch bei TEDi und Netto in Detmold ist viel los, wo bereits Personal gesucht wird. In Achim bei Bremen beispielsweise sind 20 Minijobs tarifgebunden, vor allem in Technik und Reinigung. Dies deutet darauf hin, dass die Suche nach flexiblen Aushilfskräften eine große Herausforderung darstellt, und das nicht nur für die Bademeister.
Diese Entwicklungen werfen Fragen auf: Was bedeutet das für die Zukunft der Freizeitangebote? Und wie können Städte und Gemeinden gezielt gegensteuern? Ein Aufruf, die Situation aktiv zu verbessern, könnte der Schlüssel sein, um die Aufrechterhaltung der Angebote zu sichern.
Alles in allem zeigen die aktuellen Missstände eine dringliche Notwendigkeit für eine langfristige Personalplanung, die in vielen Städten bereits auf den Weg gebracht wird. So hat beispielsweise die Stadt Ravensburg 15 neue Pflegeauszubildende ins Leben gerufen, um der Herausforderung entgegenzutreten. Solche Initiativen sind entscheidend, um die Personaldecke in den kommenden Jahren nicht nur zu vergrößern, sondern auch zu stabilisieren.
Mehr Details hierzu liefert Ad-Hoc News. Hier werden nicht nur die aktuellen Zahlen beleuchtet, sondern auch die möglichen Lösungen für diese komplexe Situation im Arbeitsmarkt aufgezeigt.
