Heute ist der 22. Mai 2026, und in Lindau, wo der Bodensee sanft schwappt, gibt es Grund zur Freude! Die Stadt wurde mit dem Deutschen Fahrradpreis 2026 ausgezeichnet. Ein echter Grund zum Feiern! Der erste Platz in der Kategorie Infrastruktur geht an das beeindruckende Projekt „Bodensee-Fahrradstraße Lindau“. Das ist nicht nur ein bisschen Ruhm, sondern auch ein klares Zeichen für die Zukunft der nachhaltigen Mobilität in unserer Region.

Die Preisverleihung fand am 20. Mai im Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf statt. Unter den 123 eingereichten Projekten hat Lindau sich mit seiner Fahrradstraße durchgesetzt und ein Preisgeld von 5.000 Euro erhalten. Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons zeigte sich begeistert und hob die Bedeutung der Auszeichnung für die Stadt hervor. „Das ist ein klarer Schritt in die richtige Richtung für eine klimafreundliche Mobilität“, sagte sie mit einem strahlenden Lächeln.

Innovative Infrastruktur für Radler

Die Bodensee-Fahrradstraße ist nicht nur ein hübscher Name, sondern ein echtes Meisterwerk. Sie erstreckt sich über 5,25 Kilometer und bietet eine durchgängige und sichere Ost-West-Hauptroute für Radfahrer. Mit 690 neuen Fahrradabstellplätzen wird das Abstellen des Drahtesels zum Kinderspiel. Und das alles wurde im Rahmen eines größeren Projekts umgesetzt, das von 2018 bis 2025 geplant war. Die Fachjury, die aus Experten der Fahrradindustrie, Verkehrsplanung und Tourismus besteht, hat die Top-5-Platzierung bereits im März bekannt gegeben – da war die Spannung schon groß.

Die Infrastruktur selbst kann sich sehen lassen. Die Trennung von Rad- und Fußverkehr, moderne LED-Beleuchtung und einheitliche Markierungen sorgen dafür, dass sich hier niemand verloren fühlt. Zudem gibt es Bevorrechtigungen an Knotenpunkten, was die Sicherheit erhöht. Und zwei Fahrradgaragen mit 44 überdachten Stellplätzen sind das Sahnehäubchen auf dem Ganzen. Das alles wurde im Rahmen des Klimafreundlichen Lindauer Mobilitätskonzepts (KliMo) und des städtischen Nahmobilitätskonzepts realisiert.

Ein ehrgeiziges Projekt

Die Gesamtausgaben des Projekts belaufen sich auf rund 5,3 Millionen Euro, wobei der Bund etwa 3,56 Millionen Euro – das sind 67% der Kosten – übernommen hat. Das zeigt, wie wichtig die Förderung von nachhaltiger Mobilität ist. Ein Teilprojekt von 2017 bis 2018 umfasste bereits 10 KLiMo-Stationen mit 470 Abstellplätzen. Und das zweite Teilprojekt von 2021 bis 2025 wird die 3,13 Kilometer lange Premium-Radverkehrsachse noch weiter ausbauen.

Der Deutsche Fahrradpreis ist die wichtigste Auszeichnung für Radverkehrsprojekte in Deutschland, und es ist toll zu sehen, dass Lindau hier ganz vorne mitspielt. Die Verleihung erfolgt durch das Bundesministerium für Verkehr und die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. Es ist eine Anerkennung, die nicht nur für die Stadt, sondern auch für alle Radfahrer ein Grund zur Freude ist.