Im schönen Landkreis Lindau am Bodensee gibt es spannende Neuigkeiten im öffentlichen Nahverkehr. Seit 2018 ist dieser Teil des Bodensee-Oberschwaben-Verkehrsverbunds, auch bekannt als bodo. Nun wurden im Rahmen der Höchsttarif-Richtlinien einige Änderungen beschlossen, die darauf abzielen, den Nahverkehr moderner und übersichtlicher zu gestalten. Das Ziel: eine einheitliche Struktur, die sowohl Fahrgästen als auch Verkehrsunternehmen zugutekommt.
Die Anpassungen, die vom Kreisausschuss für Wirtschaft, Mobilität und Regionalentwicklung einstimmig genehmigt wurden, zielen darauf ab, die Finanzierung des Verbunds, die Tarifstruktur und die vertraglichen Regelungen zu optimieren. Die Einnahmen werden künftig nach Fahrgastzahlen verteilt, was eine gerechtere Verteilung der Mittel zur Folge hat. Ab dem Jahr 2023 werden zudem neue Verkehrsunternehmen im Landkreis aktiv, darunter Burkhard Reisen und die Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH, und das für einen Zeitraum von zehn Jahren.
Einheitlicher Tarif im gesamten Landkreis
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vereinheitlichung im Tarifbereich. Der eigenständige Westallgäu-Tarif entfällt, sodass im gesamten Landkreis nun der bodo-Gemeinschaftstarif gilt. Dies bedeutet, dass Fahrgäste einfacher zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln wechseln können, ohne sich Gedanken über unterschiedliche Tarife machen zu müssen. Auch das Deutschlandticket sowie Ermäßigungstickets werden im Verbund anerkannt, was für viele Reisende eine Erleichterung darstellt.
Für schwerbehinderte Reisende gibt es ebenfalls positive Veränderungen. Personen mit einem Schwerbehindertenausweis und dem entsprechenden Beiblatt erhalten im bodo eine unentgeltliche Beförderung. Wenn eine Begleitperson notwendig ist, fährt diese ebenfalls kostenfrei mit. Informationen zu Bahnhöfen, Haltestellen und weiteren Services sind auf den Seiten des ÖPNV-Infos verfügbar, was die Nutzung des Nahverkehrs zusätzlich erleichtert.
Neue Abrechnungsmodalitäten
Die Abrechnung zwischen den Verkehrsunternehmen wird grundlegend neu geregelt. Der bisherige Einnahmezuscheidungsvertrag wird durch einen Einnahmeaufteilungsvertrag ersetzt, der eine gerechtere Verteilung der Einnahmen aus Ticketverkäufen gewährleisten soll. Die bestehenden Verträge mit dem Altbetreiber Regionalbus Augsburg GmbH wurden zum Ende dieses Jahres gekündigt, was Platz für die neuen Anbieter schafft.
Die Änderungen sollen nicht nur die Effizienz des öffentlichen Nahverkehrs steigern, sondern auch langfristige Einsparungen für den Landkreis ab 2027 ermöglichen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Maßnahmen auf die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger auswirken werden. Für mehr Informationen über die neuen Verkehrsunternehmen und deren Angebote lohnt sich ein Blick auf die Webseite der Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbundgesellschaft mbH oder eine Kontaktaufnahme per E-Mail an info@bodo.de.