Heute ist der 27.04.2026 und die Region rund um den Bodensee steht unter dem Eindruck umfangreicher Sanierungsarbeiten an der Bundesstraße 31 (B31). Diese begannen am Montag, dem 13. April, und betreffen den Abschnitt von der Anschlussstelle Kressbronn bis zur Landesgrenze nach Bayern. Die Sperrung wird voraussichtlich bis zum 9. Mai andauern und sorgt für einige Herausforderungen im Verkehr.

Der erste Tag der Baustelle brachte bereits längere Fahrzeiten mit sich, doch ein großes Verkehrschaos blieb aus. Digitale Routenplaner zeigen jedoch dichten bis stehenden Verkehr in Kressbronn sowie im Lindauer Stadtgebiet an. Die Umleitung führt von Lindau um Kressbronn nach Langenargen-Oberdorf. Es ist zu beachten, dass die Nebenstrecken nicht für das hohe Verkehrsaufkommen von etwa 24.000 Fahrzeugen pro Tag ausgelegt sind.

Kressbronn als Nadelöhr

Kressbronn hat sich während dieser Zeit als wahres Nadelöhr entpuppt. Hier staut sich der Verkehr besonders an Ampeln und Zebrastreifen, was sowohl für Autos als auch für Lastwagen frustrierend ist. Trotz der Lärmbelästigung und der Staus zeigen die Passanten eine bemerkenswerte Gelassenheit. Sie akzeptieren die Unannehmlichkeiten, die mit den Sanierungsarbeiten einhergehen.

Die Umleitungsstrecken sind klar definiert: Wer von Lindau nach Friedrichshafen möchte, weicht ab der Behelfsausfahrt Lindau-Schönau über die St2375, L331, K7708, K7709 und K7706 nach Langenargen-Oberdorf. Umgekehrt wird der Verkehr von Friedrichshafen nach Lindau über Kressbronn und die L334, K7793, K16, St2375 sowie die B12 zur A96 geleitet.

Gründe für die Sperrung

Die Sperrung des 5,4 Kilometer langen B31-Abschnitts ist unumgänglich, da der Straßenbelag bis zu 30 Jahre alt ist und dringend repariert werden muss. Die Arbeiten umfassen die Instandsetzung von Rissen, Ausmagerungen sowie Flickstellen. Nach Abschluss des ersten Bauabschnitts steht der zweite Abschnitt auf dem Plan, der die Erneuerung des Fahrstreifens in Richtung Lindau sowie des Ausfädelungsstreifens auf etwa 200 Meter vorsieht.

Währenddessen können die Verkehrsteilnehmer in Richtung Friedrichshafen die B31 während des zweiten Bauabschnitts wieder uneingeschränkt nutzen. Geplant ist die Wiedereröffnung der B31 in beiden Richtungen am 9. Mai, und die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf stolze 1,8 Millionen Euro. Die Polizei hat bis Montagnachmittag keine nennenswerten Ereignisse auf den Umleitungsstrecken gemeldet und leistet Unterstützung bei der Verkehrsüberwachung und -sicherheit.

Diese umfassenden Sanierungsarbeiten sind ein wichtiges Anliegen für die Infrastruktur der Region und sollen letztlich zu einer besseren Verkehrssituation führen. Die Akzeptanz der Anwohner und Verkehrsteilnehmer ist dabei von großer Bedeutung, um die Herausforderungen der kommenden Wochen gemeinsam zu meistern.