In der kleinen, aber feinen Stadt Lichtenfels, wo die Traditionen noch lebendig sind und das Gemeinschaftsgefühl stark ausgeprägt, hat am vergangenen Wochenende der Bezirksentscheid der Schülerlotsen der Verkehrswacht Coburg stattgefunden. Die Aufregung war förmlich greifbar! Schülerlotsen aus der Region haben ihr Bestes gegeben, um die begehrten Plätze für den Landesentscheid zu ergattern. Am Ende konnte sich Phillip Banschus aus Lichtenfels, zusammen mit Luisa Klug aus Hof, qualifizieren. Die beiden werden Oberfranken nun beim Landesentscheid in Eichstätt vertreten – ein großartiger Erfolg!
Tanja Sponsel aus Forchheim zeigte ebenfalls eine starke Leistung und sicherte sich den dritten Platz. Ein schöner Erfolg, der zeigt, dass es nicht nur auf die ersten Plätze ankommt, sondern auch auf den Mut und die Entschlossenheit, sich dieser Herausforderung zu stellen. Die Veranstaltung war nicht nur ein Wettkampf, sondern auch ein Ort des Austauschs und der Inspiration. Anwesend waren einige prominente Gesichter wie Wolfgang Gerstberger, der Vizepräsident der Landesverkehrswacht Bayern, und Udo Skrzypczak, der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Coburg. Auch die Polizei war vertreten – Floran Mayer, der oberfränkische Polizeivizepräsident, ließ es sich nicht nehmen, die jungen Verkehrsnachwuchshilfen zu unterstützen.
Wissen ist Macht – Theorie und Praxis vereint
Die Schülerlotsen müssen nicht nur schlagfertig sein, sondern auch ein ordentliches Fachwissen mitbringen. Denn die Wettbewerbe sind alles andere als ein Kinderspiel. In einem theoretischen Teil müssen die Teilnehmer 31 Fragen zur alltäglichen Aufgabenbewältigung beantworten. Das klingt vielleicht einfach, aber es geht um Entscheidungen, die im Straßenverkehr Leben retten können! Im Praxisteil wird dann das Reaktionsvermögen getestet – und hier wird’s richtig spannend. Geschwindigkeitsschätzungen bei herannahenden Fahrzeugen sind eine Herausforderung, die es in sich hat. Eine falsche Einschätzung kann fatale Folgen haben. Da muss man in Sekundenbruchteilen entscheiden, ob ein Fahrzeug angehalten werden kann oder nicht.
Der richtige Umgang mit solchen Situationen ist entscheidend. Die Schülerlotsen und Schulweghelfer sind bei Verkehrsabläufen besonders gefordert. Ihre Aufgabe ist es, die Sicherheit der jüngeren Mitschüler zu gewährleisten. Dabei müssen sie nicht nur schnell reagieren, sondern auch das Anhaltevermögen von Fahrzeugen richtig taxieren. Ein kleiner Fehler kann große Auswirkungen haben – und das wissen die Teilnehmer nur zu gut.
Ein großer Tag für die Schülerlotsen
Der Landesentscheid, auf den nun alle Blicke gerichtet sind, findet am 19. Juli 2013 in Würzburg statt. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren. Die beiden Erstplatzierten jedes Bezirksentscheides dürfen sich auf eine spannende Zeit freuen, in der sie nicht nur ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, sondern auch neue Freundschaften schließen können. Das Ganze ist viel mehr als nur ein Wettbewerb – es ist eine Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und für die eigene Gemeinde einzustehen.
Die Schülerlotsen sind wahre „Schutzengel auf dem Schulweg“, die mit ihrem Engagement und ihrer Hingabe ein Stück Sicherheit in den Alltag bringen. Sie leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Verkehrssicherheit und sind ein Beispiel für den Zusammenhalt in der Gemeinschaft. Und während in Lichtenfels die Fahnen wehen und die Vorfreude auf den Landesentscheid steigt, können wir uns sicher sein: Diese jungen Menschen sind auf dem besten Weg, die Straßen ein Stück sicherer zu machen.