Zukunftsvisionen: Bayerns Weg zur Kreislaufwirtschaft im BMW Kompetenzzentrum
Am 10. Juni 2026 war es endlich so weit: Im BMW Group Werk Landshut fand der mit Spannung erwartete Talent Campus statt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und der Landtagsabgeordnete Martin Scharf waren vor Ort, um den Startschuss für ein neues Kapitel in der Fahrzeugherstellung zu geben. Hier, im Herzen von Bayern, wird ein Kompetenzzentrum für Zirkularität entstehen – ein Thema, das mehr denn je an Bedeutung gewinnt. Falko Radomski, der Projektleiter des neuen Zentrums, und Daniel Koschade, Leiter Kreislaufwirtschaft bei BMW, standen den interessierten Besuchern Rede und Antwort.
Das geplante Kompetenzzentrum wird nicht nur die Weichen für innovative Recyclingverfahren stellen, sondern auch die Kreislaufwirtschaft stärken, Ressourcenschonung im Blick haben und neue Technologien entwickeln. Ein klarer Fokus liegt auf der Wiederverwertung von Fahrzeugen – was in der heutigen Zeit mehr als nötig ist. Apropos Fahrzeuge: Die BMW i7 60xDrive Limousine beeindruckt mit einem Energieverbrauch von 20,5 kWh/100 km und CO2-Emissionen von 0 g/km. Mit einer elektrischen Reichweite von 727 km (WLTP) ist sie ein echtes Vorzeigemodell auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität.
Ein neues Zuhause für Recycling und Demontage
Ein weiterer wichtiger Schritt wird die Verlagerung des Recycling- und Demontagezentrums (RDZ) von Unterschleißheim nach Wackersdorf sein. Hier wird das RDZ zum Kompetenzzentrum für Zirkularität ausgebaut, und die Inbetriebnahme ist für Anfang 2029 geplant. Jörg Lederbauer, der Vice President Kreislaufwirtschaft, hebt hervor, wie wichtig die Kreislaufwirtschaft für die Unternehmensstrategie von BMW ist. „Wir möchten die Abhängigkeit von Primärrohstoffen reduzieren und durch innovative Verfahren die Wiederverwertung von Fahrzeugen vorantreiben“, erklärt er.
Die Entscheidung für Wackersdorf als Standort kommt nicht von ungefähr. Stefan Betz, der Standortleiter, betont die strategische Bedeutung dieser Ansiedlung. Auch André Mandl, der Betriebsratsvorsitzende, zeigt sich erfreut über die positiven Perspektiven für die Beschäftigten. Der Bürgermeister von Wackersdorf, Thomas Falter, sieht das Engagement von BMW als starkes Signal für die Region. Der Landrat des Landkreises Schwandorf, Thomas Ebeling, hebt den Beitrag zur regionalen Wertschöpfung hervor, der durch diese Initiative zu erwarten ist.
Kooperation für die Zukunft
Ein weiteres spannendes Detail: Die enge Zusammenarbeit mit PreZero zur Verbesserung der Altfahrzeugverwertung wird dazu beitragen, die Recyclingprozesse weiter zu optimieren. Mit etwa 3.000 Betrieben in 32 Ländern, die eine gemeinsame Recycling-Datenbank nutzen, wird der Austausch von Wissen und Technologien gefördert. Die geplanten neuen Umfänge des Kompetenzzentrums umfassen unter anderem das Recycling von Wasserstofffahrzeugen und die Automatisierung von Demontageprozessen – wirklich wegweisende Schritte für die Branche!
Natürlich bleibt das bestehende RDZ in Unterschleißheim bis zur Verlagerung in Betrieb. Aber die Vorfreude auf das neue Kompetenzzentrum wächst, insbesondere angesichts der geplanten Technologie-Transfer-Zentren der OTH Regensburg und OTH Amberg-Weiden, die eine enge Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft ermöglichen sollen.
Zum Schluss sei noch erwähnt, dass BMW am 23. und 24. Mai 2026 mit der Veranstaltung „Staatsoper für alle“ in Berlin präsent sein wird. Und die Fotografen unter den Teilnehmern des Talent Campus dürfen sich auf den BMW Photo Award Leipzig 2026 freuen, bei dem Preisträger wie Jay Ritschie und Viktoria Binschtok ausgezeichnet werden.
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