Jetzt geht’s rund im Werk Landshut! Die Vorserienproduktion des sogenannten „Energy Master“ für den innovativen iX5 Hydrogen hat gestartet. Diese zentrale Steuereinheit für den Wasserstoffantrieb von BMW wird künftig eine Schlüsselrolle im Energiemanagement der neuen Fahrzeuge spielen. Schließlich sitzt der Energy Master direkt auf der Hochvoltbatterie und regelt nicht nur die Stromversorgung, sondern bündelt auch Energie- und Datenströme. Das Besondere? Diese hochintegrierte Elektronik wird erstmals vollständig inhouse im Werk Landshut entwickelt und produziert, wie Automobil Produktion berichtet.

Doch das ist noch nicht alles. Parallel zur Produktion des Energy Masters wird auch eine zweite Linie für Komponenten in batterieelektrischen Fahrzeugen in Betrieb genommen. Diese werden in der Neuen Klasse eingesetzt, etwa im BMW iX3 und i3. Werkleiter Thomas Thym hebt die Bedeutung dieser Maßnahmen hervor: „Wir bündeln hier Entwicklung, Fertigungs-Knowhow und industrielle Skalierung, was uns für die Zukunft bestens aufstellt.“

Wasserstoff als Zukunftsenergie

Der iX5 Hydrogen wird ab 2028 als fünfte Antriebsoption für den beliebten BMW X5 erhältlich sein, neben Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid und klassischem Elektroantrieb. Mit einer Reichweite von bis zu 750 Kilometern zwischen Tankstopps möchte BMW auf die hohe Nachfrage nach umweltfreundlichen Mobilitätslösungen reagieren. Der Wasserstofftank im Fahrzeug fasst mindestens sieben Kilogramm Wasserstoff und kann in wenigen Minuten betankt werden, was für moderne Autofahrer ein echter Vorteil ist. Hierbei wird auch die Zusammenarbeit mit Toyota im Bereich der Brennstoffzelle wichtig, wie Bimmer Today verdeutlicht.

Josef Hochreiter, der Leiter Wasserstofffahrzeuge bei BMW, weist darauf hin, dass der Energy Master ganz entscheidend für die Fahrdynamik der Fahrzeuge ist. BMW verfolgt mit seiner technologieoffenen Antriebsstrategie einen klaren Kurs: Brennstoffzellen sollen als überlegene Lösung gegenüber Wasserstoff-Verbrennern positioniert werden. Dies ist besonders wichtig für Anwendungen mit hoher Reichweite und kurzen Betankungszeiten.

Landshut als Innovationsstandort

Das Werk in Landshut spielt eine zentrale Rolle in den Wasserstoffaktivitäten der BMW Group und entwickelt zusätzlich Komponenten für Brennstoffzellen-Stacks. Damit positioniert sich das Werk nicht nur als Produktionsstätte, sondern auch als Technologie- und Komponenten-Hub innerhalb des gesamten Netzwerks der BMW Group. Hubert Aiwanger, Bayerns Wirtschaftsminister, hat die Bedeutung dieser Entwicklungen für die bayerische Wirtschaft und zukünftige Arbeitsplätze betont. „Wasserstoff ist eine große Chance für uns“, so Aiwanger.

Insgesamt sieht man in Landshut mit Spannung den neuen Entwicklungen entgegen. Von der neuen Antriebsstrategie bis hin zur Fertigung innovativer Technologien – der Standort hat viel zu bieten und wird in den kommenden Jahren noch weiter wachsen. BMW setzt mit dem iX5 Hydrogen und dem Energy Master auf eine nachhaltige Zukunft, und die Zeichen stehen gut, dass das Werk Landshut eine zentrale Rolle in diesem Vorhaben spielt.