Die Schuh-Kette Sutor aus Altdorf bei Landshut, ein Name, der in vielen bayerischen Haushalten geläufig ist, hat in den letzten Wochen einen schweren Schlag erlitten. Die Traditionsmarke, die seit 1934 Schuhe verkauft und sich unter der Führung von Fritz und Ella Sutor zu einer großen Kette entwickelt hat, musste Insolvenz anmelden. Am 30. März wurde das Verfahren eröffnet, und die Nachricht schlug ein wie ein Blitz aus heiterem Himmel.

Doch es gibt auch Lichtblicke! Der Berliner Investor Steffen Liebich hat die Zügel übernommen und plant, 36 der insgesamt 42 Filialen weiterzuführen. Das ist doch etwas! Die verbleibenden Geschäfte, die unter den Namen „Sutor“ und „Happy Schuh“ firmieren, sollen zum Teil mit angepassten Mietkonditionen weitergeführt werden. Das klingt nach einer Chance für die Mitarbeiter und die treuen Kunden, die auf die Qualität der Sutor-Schuhe zählen.

Filialen, die schließen müssen

Leider ist nicht alles Gold, was glänzt. Sechs Filialen müssen ihre Pforten schließen, darunter die Läden in Regensburg und im Landshuter Industriegebiet, die bereits geschlossen sind. Auch in München-Moosach, Pfarrkirchen, Zwiesel und Kolbermoor wird es bald still am Schuhregal. Das Zentrallager in der Porschestraße in Landshut wird ebenfalls dichtgemacht. Das sind alles traurige Nachrichten für die Mitarbeiter – rund 400 Menschen sind betroffen.

Es ist kaum zu fassen, dass ein Unternehmen, das über 90 Jahre alt ist und in der Region fest verwurzelt ist, solch einen Wandel durchmachen muss. Sutor hat sich über die Jahre einen Namen gemacht und ist für viele zur ersten Anlaufstelle für Schuhkäufe geworden.

Ein Blick in die Zukunft

Steffen Liebich hat sich klar zu den Werten des stationären Handels bekannt und betont die Bedeutung des persönlichen Kontakts zu den Kunden. Das ist in Zeiten von Online-Shopping, wo man mit nur einem Klick alles bestellen kann, ein wichtiges Statement. Doch der Online-Shop von Sutor ist derzeit wegen eines Lagerumzugs im Wartungsmodus – da heißt es also: Geduld haben!

Für viele ist der Verlust von Filialen nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein emotionales Thema. Sutor hat Generationen von Kunden begleitet und wird immer mit besonderen Erinnerungen verbunden sein. Die Frage bleibt, ob die verbleibenden Filialen die treuen Anhänger der Marke zurückgewinnen können. Die Rückkehr der Kunden in die Geschäfte wird entscheidend sein. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten.