Heute ist der 15.05.2026 und in Landshut, der Heimatstadt von Sutor, gibt es turbulente Neuigkeiten aus der Schuhbranche. Die Traditionsmarke Sutor, die seit 1934 besteht und eine große Anzahl von Filialen in Bayern betreibt, hat in den letzten Monaten eine dramatische Wende erlebt. Die Schuh-Kette aus Altdorf bei Landshut, bekannt für ihre beiden Marken „Sutor“ und „Happy Schuh“, hat nun Insolvenz angemeldet. Am 30. März wurde das Insolvenzverfahren für gleich vier Gesellschaften des Unternehmens eröffnet. Das ist schon ein echter Hammer, muss ich sagen!

Der Berliner Investor Steffen Liebich hat die Zügel in der Hand und plant, 36 der insgesamt 42 Filialen weiterhin zu betreiben. Zum Glück bleibt der Verkauf für viele Kunden weiterhin aufrecht. Sechs Filialen müssen jedoch schließen – darunter die Standorte in Regensburg, Landshuter Industriegebiet, München-Moosach, Pfarrkirchen, Zwiesel und Kolbermoor. Das Zentrallager in der Porschestraße in Landshut wird voraussichtlich auch nicht fortgeführt. Das ist ein großer Verlust für die Region und die rund 400 Mitarbeiter, die für das Unternehmen tätig sind.

Die Hintergründe der Insolvenz

Die Gründe für diese Insolvenz sind zahlreich, aber im Kern geht es um Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Im Januar haben mehrere Sutor-Gesellschaften Insolvenzanträge gestellt, und das Amtsgericht Landshut hat daraufhin das Verfahren eröffnet. Ein Blick auf die Umsätze zeigt, dass auch die FJ Trading GmbH aus Grafenau betroffen ist, was die Situation noch komplizierter macht. Steffen Liebich, der neue Geschäftsführer, hat betont, wie wichtig der persönliche Kontakt und die Beratung für die Kunden sind. Das spiegelt sich in seinem Plan wider, die stationären Geschäfte am Leben zu erhalten. Schließlich ist das Einkaufen im Geschäft für viele Menschen nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch ein Erlebnis.

Aktuell befindet sich der Online-Shop von Sutor aufgrund eines Lagerumzugs im Wartungsmodus. Wer also auf der Suche nach neuen Schuhen ist, wird sich in Geduld üben müssen. Aber keine Sorge, der Onlineshop soll bald wieder online gehen. Die Vermieter zeigen sich kooperativ, was ein kleines Licht am Ende des Tunnels ist. Es bleibt zu hoffen, dass Sutor mit der Unterstützung des Investors wieder auf die Beine kommt.

Ein Blick in die Zukunft

In einer Zeit, in der der stationäre Handel zunehmend unter Druck steht, könnte Sutor ein Beispiel dafür sein, wie man sich anpassen und über Wasser bleiben kann. Die Rückkehr der Kunden in die Geschäfte ist für viele Einzelhändler von enormer Bedeutung – und das gilt besonders für einen Traditionsbetrieb wie Sutor, der tief in der bayerischen Handelslandschaft verwurzelt ist. Die Herausforderung besteht nun darin, das Filialnetz so zu restrukturieren, dass es den Bedürfnissen der modernen Kunden gerecht wird, ohne die Wurzeln der Marke zu verlieren.

Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln werden. Für die Sutor-Mitarbeiter und die treuen Kunden ist es ein Moment des Umbruchs, der gleichzeitig Raum für neue Möglichkeiten bietet. Lasst uns hoffen, dass Sutor sich aus dieser Krise befreien kann und wir auch in Zukunft in den Geschäften stöbern können!