Heute ist der 29.05.2026 und wir in Landshut können nur staunen, was der Frühling uns dieses Jahr beschert hat. Ein Frühling, der eher wie ein Sommer daherkommt – so viel Sonne und Wärme, dass man fast vergisst, dass wir uns eigentlich noch im Frühling befinden. Laut den neuesten Daten war die durchschnittliche Temperatur bei 9,9 Grad, und das ist nicht einfach nur ein bisschen über dem Durchschnitt – nein, das sind 2,2 Grad mehr als der Referenzwert von 1961 bis 1990. Wenn das mal nicht nach einem Rekord schreit!

Manche Tage waren so heiß, dass wir uns nach einem kühlen Getränk sehnen mussten. Am kältesten Tag, dem 28. März, fröstelte es uns in Oberstdorf bei -15,5 Grad – ein echter Wintergruß mitten im Frühling. Doch schnell wärmte die Sonne unsere Gemüter wieder auf, mit einer Höchsttemperatur von erwarteten 34 Grad im Oberrheingraben. Ja, das ist kein Scherz! Und als ob das nicht genug wäre, sind wir auf dem Weg zum trockensten Frühjahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

Sonnenschein ohne Ende

Ein Blick auf die Sonnenstunden zeigt: Wir haben rund 692 Stunden Sonne getankt, was etwa 48% über dem Mittel liegt. In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern haben die Sonnenanbeter sogar noch mehr Glück gehabt – dort wurden über 750 Sonnenstunden gezählt! Das ist wie ein Geschenk des Himmels für alle, die gerne draußen sind und die Natur genießen. Wenn die Sonne lacht, blüht nicht nur die Natur, sondern auch die Laune. Die Terrassen sind voll, die Grillabende starten früher, und irgendwie fühlt sich alles ein bisschen nach Urlaub an.

Doch trotz der Sonne bleibt der April ein eher trockener Geselle. Mit nur etwa 50% des Niederschlagssolls war es ein Monat, der seine Versprechen nicht ganz gehalten hat. In den Mittelgebirgen und am Alpenrand gab es zwar bis zu 250 Liter pro Quadratmeter, aber viele Regionen, darunter auch Bayern, kämpfen mit der Trockenheit. Ein bisschen ironisch, wenn man bedenkt, dass wir hier in einem Land leben, wo der Regen oft mehr als genug ist!

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Der Mai bringt Frische

Der Mai hat sich dann aber auch wieder gemeldet. Mit einer Durchschnittstemperatur von 14,1 Grad, 2,0 Grad über dem Referenzwert, hat er uns gezeigt, dass er es auch kann. Die Niederschläge im Mai lagen bei rund 65 Litern pro Quadratmeter, was immerhin 92% des Referenzwerts entspricht – ein kleiner Lichtblick für die durstenden Böden. Und auch die Sonnenstunden sind mit 254 Stunden nicht zu verachten, besonders wenn man bedenkt, dass in einigen Regionen sogar Werte um die 300 Stunden erreicht wurden.

Die aktuelle Wetterlage ist also ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt – von frostigen Temperaturen bis hin zu sommerlichen Höhenflügen. Das alles basiert auf Auswertungen von rund 2.000 Messstationen des Deutschen Wetterdienstes, die uns die wahren Geschichten des Wetters erzählen. Und während wir hier in Landshut die Sonnenstrahlen genießen, bleibt die Frage: Was wird der Sommer bringen? Eine Fortsetzung dieser Wetterkapriolen oder doch mehr Regen? Wer weiß das schon!