Heute ist der 21.05.2026 und in Landsberg am Lech geht es drunter und drüber. Am Mittwochabend, dem 20. Mai, kam es an einer Tankstelle zwischen Landsberg und Schongau zu einem regelrechten Chaos. Die Anzeigetafel zeigte plötzlich Preise von 1,64 Euro für Diesel und 1,69 Euro für Super pro Liter an. Ein Schnäppchen! Und das zog die Autofahrer wie Motten ins Licht. Kaum hatte sich die Nachricht verbreitet, bildeten sich lange Warteschlangen, in denen zeitweise über 30 Autos standen. Da wird der Tankwart wohl geschwitzt haben, bei so viel Betrieb!
Doch das Preisspiel war nicht von langer Dauer. Kurz nach dem plötzlichen Preisverfall wurden die Spritpreise wieder angehoben. Aber komischerweise trat das Phänomen erneut auf. Ob das nun ein technischer Defekt war oder ob jemand einfach einen Spaß mit den Preisen gemacht hat, bleibt unklar. Aber Fakt ist: Solche Schnäppchen gibt es nicht alle Tage, und das sorgt natürlich für Aufregung unter den Fahrern.
Preiskontrolle und ihre Folgen
Die Verwirrung wird zudem durch die seit dem 1. April geltende 12-Uhr-Preisregel verstärkt. Diese besagt, dass Tankstellen ihre Preise nur einmal täglich um 12 Uhr erhöhen dürfen, was eigentlich für mehr Transparenz sorgen sollte. Senkungen der Preise hingegen sind jederzeit möglich – und das haben viele Tankstellen wohl auch ausgenutzt. Laut einer Auswertung des Verbraucherdienstes „Mehr Tanken“ haben bis zum 11. Mai 2026 etwa 2995 von 15.240 Tankstellen in Deutschland gegen diese Regelung verstoßen. Das ist schon eine Hausnummer! Ob die Tankstellen-Betreiber bei solchen Preisaktionen mit einem Augenzwinkern schmunzeln oder ob sie sich den Kopf zerbrechen, bleibt abzuwarten.
Die Regelung wurde als Reaktion auf die stark steigenden Spritpreise infolge des Iran-Kriegs eingeführt. Die Idee dahinter: den Kunden eine gewisse Orientierung zu geben. Wenn man sich da nicht selbst einen Überblick verschafft, wird das nichts. Und bei den Preisen, die wir in den letzten Jahren gesehen haben, ist das auch wirklich nachvollziehbar. Man fragt sich, was als Nächstes kommt. Vielleicht wird der Sprit demnächst per App bestellt?
In jedem Fall zeigt die Situation an der Tankstelle, wie schnell es zu unerwarteten Wendungen kommen kann. Die Autofahrer in Landsberg haben an diesem Abend nicht nur ihre Fahrzeuge betankt, sondern auch die Nerven. Und vielleicht, nur vielleicht, werden sie beim nächsten Mal etwas genauer hinschauen, bevor sie in die Schlange einreihen. Denn wie wir wissen, ist der Preis nicht alles – es könnte auch ein ganz anderer Grund dahinterstecken, wenn die Preise plötzlich purzeln.