Heute ist der 5. Mai 2026 und in Landsberg am Lech gibt es einen besonderen Grund zur Freude: Die aktuelle Ausstellung der Malerin Eva von Rossen zieht Kunstliebhaber und Neugierige in die Altstadt. In drei unterschiedlichen Galerien – dem Klostereck, dem Kunsthaus Grimme und dem Altstadtatelier – sind ihre Werke zu sehen. Die Ausstellung läuft noch bis einschließlich Samstag, den 30. Mai, und wird vom Historischen Verein organisiert, auch wenn das nicht zu dessen Hauptaufgaben zählt. Doch die Verbindung von Geschichte und Kunst ist in dieser Stadt immer ein heißes Thema.

Der Hintergrund dieser bemerkenswerten Ausstellung ist der Bildankauf des Gemäldes „Im Klosterhof“, das die Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet und Nonnen in historischen Gewändern zeigt. Ein Tipp zum Kauf kam vom ehemaligen Oberbürgermeister Franz-Xaver Rößle. Interessant ist zudem, dass dieses Gemälde das einzige Landsberg-Motiv im Besitz der Familie von Rossen war. Eva von Rossen, geboren 1921 in Hildesheim und 1934 an den Ammersee gezogen, hat einen großen Teil ihres Lebens in Landsberg verbracht, wo sie ab 1957 bis zu ihrem Tod im Jahr 2010 lebte.

Die Ausstellung und ihre Öffnungszeiten

Besucher können die Ausstellungen zu verschiedenen Zeiten erleben: Im Klostereck ist von Freitag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Das Kunsthaus Grimme hat am Donnerstag und Freitag von 10 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Das Altstadtatelier empfängt die Gäste am Freitag und Samstag ebenfalls von 14 bis 17 Uhr. Ein besonderes Highlight wird die Finissage am Samstag, den 30. Mai, um 18 Uhr im Kunsthaus Grimme sein – eine perfekte Gelegenheit, um die Werke von Eva von Rossen zu würdigen und vielleicht auch einen letzten Blick auf „Im Klosterhof“ zu werfen.

Die ausgestellten Bilder im Klostereck sind Auftragsarbeiten, die von Elfriede Neumeyer vom Landsberger Verlagshaus in Auftrag gegeben wurden. Eva von Rossen hat als Kulissenmalerin für das Stadttheater gearbeitet und war als Zeichenlehrerin tätig. Ihre Werke strahlen eine zeitlose Anmutung aus und verbinden die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf eine Weise, die die Besucher in ihren Bann zieht. In ihren späteren Jahren widmete sie sich auch kleineren Formaten, darunter Buchillustrationen, und posthum erschien ein Monatskalender mit ihren Malereien.

Der Historische Verein Landsberg

Der Historische Verein Landsberg, der die Ausstellung organisiert, hat sich der Pflege und Vermittlung der Geschichte der Stadt verschrieben. Auf ihrer Webseite (https://www.historischerverein-landsberg.de/Ueber-uns/) findet man weitere Informationen über ihre Aktivitäten, die weit über die Organisation von Kunstausstellungen hinausgehen. Sie engagieren sich für die Bewahrung des kulturellen Erbes und unterstützen zahlreiche Projekte, die das historische Bewusstsein stärken.

Die Verbindung zwischen Kunst und Geschichte in Landsberg ist nicht nur eine Freude für Augen und Gemüt, sondern auch ein wichtiges Stück Identität für die Stadt. Es ist spannend zu sehen, wie die Vergangenheit mit der Gegenwart verschmilzt und dabei neue Wege eröffnet. Eva von Rossens Werke werden sicherlich noch lange in den Herzen der Menschen weiterleben.