Heute ist der 21.07.2026 in Landsberg am Lech, und man fragt sich, wie es um die Unterstützung für Kinder steht, die von sexueller Gewalt betroffen sind. Es ist eine traurige Realität, dass in Deutschland schätzungsweise ein bis zwei Kinder pro Schulklasse unter diesem unsäglichen Leid zu leiden haben. Im Landkreis Landsberg ist die Situation besonders prekär. Seit Ende Juni 2023 sind die Beratungsangebote durch die Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt stark eingeschränkt, was die betroffenen Kinder und ihre Angehörigen in eine noch schwierigere Lage bringt.

Die Kündigung des Kooperationsvertrags zwischen SOS-Kinderdorf Ammersee-Lech und dem Landkreis hat die Situation zusätzlich verschärft. Der Grund? Eine abgelehnte Anfrage für eine zusätzliche halbe Vollzeitstelle. Dabei sind die Fallzahlen von betroffenen Kindern in den letzten Jahren gestiegen. Dies wirft die Frage auf, wie ernst es den Verantwortlichen mit dem Schutz der Schwächsten in unserer Gesellschaft ist. Die SPD-Fraktion hat bereits in einer Sitzung gefordert, den Zustand zu ändern und einen neuen Träger für die Unterstützung zu suchen. Doch was passiert wirklich?

Eine ungewisse Zukunft

Der neue Vertrag mit „via – Wege aus der Gewalt“ unter der Arbeiterwohlfahrt Augsburg wurde im April 2024 geschlossen, doch es gibt ein großes Problem: kein Fachpersonal konnte für die Stelle gefunden werden. Laut dem Leiter des Amts für Jugend und Familie bleibt die Stelle unbesetzt, und die Verwaltung ist der Meinung, dass sich die Lage bis 2026 nicht wesentlich ändern wird. In der Zwischenzeit wenden sich betroffene Familien an Beratungsstellen in anderen Landkreisen, was die Notwendigkeit einer gesicherten lokalen Anlaufstelle umso dringlicher macht.

Die Beratungsstelle von via ist zudem schwer zu finden, was den Zugang für Hilfesuchende noch weiter erschwert. Zu Zeiten der früheren Einrichtung von SOS-Kinderdorf gab es jährlich rund 60 Beratungen. Man fragt sich, wie viele es jetzt sind, wo die Unterstützung so ungewiss ist. Auch die Verwaltung hat eingeräumt, dass die Halbtagsstelle wenig attraktiv sei, was die Suche nach qualifiziertem Personal zusätzlich erschwert. Der stellvertretende Landrat Markus Wasserle betont, wie wichtig es sei, den Vertrag einzuhalten, während die Betroffenen unter dieser Ungewissheit leiden.

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Hilfsangebote auf Bundesebene

<pEingedenk der schwierigen Situation in Landsberg ist es wichtig, auch über die bundesweiten Hilfsangebote zu informieren. Das Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch, ins Leben gerufen von Johannes-Wilhelm Rörig und dem Bundesjugendministerium, bietet zentrale Informationen und Hilfsangebote für Menschen, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexuelle Gewalt erfahren haben. Hier finden Betroffene, Angehörige und Fachkräfte wertvolle Informationen über Rechte im Strafverfahren und Unterstützung durch Experten.

Für eine sofortige Unterstützung steht das Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch zur Verfügung. Unter der Nummer 0800 22 55 530 können Hilfesuchende anonym und kostenfrei Hilfe erhalten. Die Beratenden sind psychologisch und pädagogisch ausgebildet und bieten einen geschützten Raum für Gespräche. Darüber hinaus gibt es die Online-Beratung „Schreib-Ollie“, die rund um die Uhr verfügbar ist. Hier können Jugendliche und Erwachsene, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, ebenfalls Unterstützung suchen.

Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen in Landsberg am Lech bald zu einer Lösung finden, die den Bedürfnissen der betroffenen Kinder gerecht wird. Bis dahin bleibt die Suche nach Hilfe für viele Familien eine Herausforderung – eine, die nicht ignoriert werden darf.

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