Heute ist der 7.05.2026 und in Kulmbach dreht sich alles um ein Thema, das oft im Schatten steht: Frauen im Handwerk. Eine spannende Podiumsdiskussion mit dem Titel „Frauen im Handwerk: Wir müssen reden!“ wurde von der Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken organisiert. Das Event brachte verschiedene Stimmen zusammen, darunter die Moderatorin Michaela Heimpel, die Schreinermeisterin Tanja Wölfel, Corinna Lange als HWK-Ausbildungsberaterin und Susanne Oppermann von der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof.
Das Ziel der angeregten Diskussion? Die Verbesserung der Situation von Frauen im Handwerk, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und die Integration zu fördern. Reinhard Bauer, der HWK-Hauptgeschäftsführer, strich das enorme Potenzial von Frauen in diesem Bereich hervor und betonte, dass Geschlechtergleichheit bis 2026 erreicht werden sollte. Ein ambitioniertes Ziel, das Mut macht!
Auf dem Weg zur Veränderung
Zu den zentralen Punkten aus der Diskussion gehörten die Notwendigkeit einer besseren Integration von Frauen in Betriebe durch zeitgemäße Berufsbezeichnungen und eine moderne Berufsorientierung. Es wurde auch klar, dass Geschlechterklischees aufgebrochen werden müssen – sowohl in der Berufswahl als auch innerhalb der Betriebe. Sichtbare weibliche Vorbilder könnten hier eine wichtige Rolle spielen. Wenn junge Frauen sehen, was alles möglich ist, können sie selbstbewusster ihren Weg gehen.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde ebenfalls angesprochen – ein Thema, das viele betrifft. Es braucht Kommunikation und Flexibilität auf beiden Seiten, damit Frauen sich in ihrem Beruf nicht eingeschränkt fühlen. Erste Ergebnisse zeigen, dass sich Handwerkerinnen zusammenschließen, um gemeinsam mit der HWK weiterführende Aktionen zu planen. Hier könnte sich einiges bewegen!
Statistische Einblicke und Herausforderungen
Statistisch betrachtet sind die Zahlen zwar ermutigend, aber auch alarmierend. Aktuell sind 33 % der Erwerbstätigen weiblich, jedoch führen nur 24,9 % der Handwerksbetriebe Frauen (mit). Nur 15,9 % der Meisterprüfungen werden von Frauen abgelegt. Das zeigt, dass noch viel zu tun ist. Der Anstieg der Frauen unter den Handwerksmeistern von 13 % im Jahr 2013 auf 17 % im Jahr 2024 ist zwar positiv, aber noch lange nicht ausreichend.
Besonders in Oberfranken sind die Zahlen für die weiblichen Auszubildenden ernüchternd: Nur 18,6 % der Auszubildenden sind Frauen, und 45,5 % von ihnen denken über einen Abbruch nach. Da fragt man sich doch: Wo sind die positiven Vorbilder?! Ein Viertel der Frauen vermisst sie für die Selbstständigkeit. Das muss sich ändern, denn 49,2 % der Frauen im Handwerk wollen sich weiterbilden, und 30,2 % sind hochmotiviert, den Meisterbrief zu erlangen.
Ein Aufruf zum Handeln
Die Diskussionsrunde hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Ambitionen groß sind, aber ebenso die Herausforderungen. Es braucht ein starkes Netzwerk und eine klare Kommunikation, um die Position der Frauen im Handwerk zu stärken. Es wäre einfach nur genial, wenn mehr Frauen in dieser Branche sichtbar werden und ihre Stimmen gehört werden. Die Zukunft kann bunt und vielfältig sein – wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen!
In diesem Sinne: Lasst uns die Gespräche fortsetzen und aktiv an der Veränderung arbeiten! Es ist an der Zeit, dass Frauen im Handwerk nicht nur eine Randnotiz sind, sondern die Hauptakteurinnen in der Gestaltung ihrer eigenen Zukunft. Hier in Kulmbach fängt es an – und wir sind gespannt, welche spannenden Entwicklungen die nächsten Monate mit sich bringen werden!