Heute ist der 7.05.2026 und in Kulmbach tut sich einiges im Handwerk. Es wird diskutiert, es wird geplant – und vor allem wird angestoßen, um die Sichtbarkeit von Frauen im Handwerk zu erhöhen. Denn, ganz ehrlich, es ist an der Zeit, dass wir die Frauen im Handwerk mehr ins Rampenlicht rücken. Immerhin sind fast 20 Prozent der Auszubildenden im Handwerk weiblich. In Oberfranken schwirrt das Thema Chancengleichheit durch die Lüfte – und das ist auch gut so!
Ein Blick auf die Zahlen zeigt: In Oberfranken sind es sogar 18,6 Prozent, die den Schritt ins Handwerk wagen. Ein beachtlicher Anteil! Doch trotz dieser positiven Entwicklung gibt es noch viele Herausforderungen. Eine Umfrage der Handwerkskammer (HWK) hat ergeben, dass fast ein Drittel der weiblichen Auszubildenden den Meistertitel anstrebt. Das klingt schon mal vielversprechend, oder? Aber nicht alles ist Gold, was glänzt. Frauen fühlen sich im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen fast viermal häufiger nicht ernst genommen. Das ist ein Alarmzeichen! Und das ist nicht alles – 45,5 Prozent der weiblichen Auszubildenden ziehen aufgrund struktureller Hürden einen Ausbildungsabbruch in Betracht. Das kann doch nicht sein!
Projekt „Frauen im Handwerk“ – Ein Lichtblick
Hier kommt das Projekt „Frauen im Handwerk“ ins Spiel, das im April mit einem Themenmonat startete. Das Ziel? Mehr Sichtbarkeit, bessere Rahmenbedingungen und, ganz wichtig, inspirierende Vorbilder. Auf Instagram (@hwkoberfranken) zeigen Frauen wie Lotta Trunk, die eine Brauerin ist, und viele andere, dass es im Handwerk spannende Perspektiven gibt. Von Goldschmiede-Auszubildenden über Mechatronikerinnen bis hin zu Steinmetzmeisterinnen – die Vielfalt ist riesig! Und hey, viele von ihnen können sich sogar eine Selbstständigkeit vorstellen. Rund 37 Prozent! Das spricht Bände über die Entschlossenheit dieser Frauen.
Am 28. April 2026 wird es dann richtig spannend in Kulmbach. Eine Podiumsdiskussion zur Diskussion der Umfrageergebnisse steht an. Mit dabei sind Susanne Oppermann von der BCA, Tanja Wölfel, die Schreinermeisterin, und Corinna Lange von der HWK. Es wird Zeit, dass wir uns mit diesen Themen auseinandersetzen und konkrete Handlungsempfehlungen für die Betriebe entwickeln. Sichtbarkeit erhöhen, wertschätzende Kommunikation fördern und Entwicklungsmöglichkeiten transparent machen – das sind nur einige Ideen, die diskutiert werden sollten.
Ein Blick in die Zukunft
Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit Anna Schartel ins Leben gerufen, die ihre Bachelorarbeit zu diesem Thema verfasst hat. Und es ist wirklich ermutigend zu sehen, wie diese Initiative darauf abzielt, bestehende Strukturen aufzubrechen und neue Wege in der Berufsorientierung und Fachkräftegewinnung zu finden. Frauen im Handwerk – das ist kein Randthema mehr, sondern ein zentraler Bestandteil unserer Zukunft. Die Diskussion ist eröffnet und die ersten Schritte sind gemacht. Jetzt liegt es an uns allen, diese Bewegung weiter voranzutreiben und das Handwerk zu einem Ort zu machen, an dem Frauen die Chancen bekommen, die sie verdienen.