Am vergangenen Wochenende fand in der Drei-Burgen-Halle in Riedenburg ein ganz besonderes Mobilitätstraining statt, das von der Fachstelle für Offene Behindertenarbeit (OBA) des BRK-Kreisverbands Kelheim organisiert wurde. Zum ersten Mal in diesem Rahmen kamen Menschen zusammen, die auf Rollstühle oder Rollatoren angewiesen sind, sowie ihre Begleiter. Und was soll ich sagen? Die Atmosphäre war einfach großartig! Viele Interessierte hatten sich eingefunden, um in einem sechsstündigen Training mehr Sicherheit im Umgang mit ihren Hilfsmitteln zu erlangen. Schließlich geht es nicht nur darum, sich fortzubewegen, sondern auch darum, das Leben in vollen Zügen zu genießen und an der Gesellschaft teilzuhaben.

Der Kurs wurde von Christoph Högl geleitet, einem Übungsleiter für Rehasport, der mit viel Leidenschaft und praktischen Tipps zur Seite stand. Die Teilnehmer begannen mit der Überwindung kleinerer Hindernisse und Schwellen in der Halle – ja, das kann manchmal knifflig sein! Anschließend ging es nach draußen, wo das Bewältigen größerer Steigungen und das Überwinden von Bordsteinen mit der Rückwärtsmethode geübt wurde. Eine Herausforderung, die viele mit Bravour meisterten. Begleitpersonen hatten die Gelegenheit, wertvolle Anleitungen zu erhalten, wie sie ihre Angehörigen rückenschonend Treppen hinauf- und hinunter befördern können. Manchmal hilft ein simpler Trick, um das Ganze zu erleichtern.

Expertenrat und praktische Tipps

Die Mitarbeiter des Sanitätshauses KEHvita waren ebenfalls vor Ort, um technische Fragen zu beantworten und die Hilfsmittel optimal einzustellen. Leihrollstühle standen bereit, falls Begleitpersonen selbst einmal ausprobieren wollten, wie es sich anfühlt, auf vier Rädern unterwegs zu sein. Nach dem Training bekamen alle Teilnehmer ein Informationsblatt mit weiterführenden Links zum Thema Mobilität – eine tolle Ergänzung, die sicher viele motiviert, weiter aktiv zu bleiben.

Die OBA des BRK Kelheim plant, solche inklusiven Gruppenangebote regelmäßig anzubieten. Wer Interesse hat, kann sich bei OBA-Leiterin Lioba Scheidel melden und sich per E-Mail über die jeweiligen Angebote informieren lassen. Das ist eine super Gelegenheit, nicht nur seine eigenen Fähigkeiten zu erweitern, sondern auch neue Bekanntschaften zu schließen.

Mobilität im Alltag stärken

Mobilitätstrainings sind nicht nur in Riedenburg ein Thema. Auch in vielen anderen Städten wird daran gearbeitet, Menschen mit Behinderungen oder Mobilitätseinschränkungen die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu erleichtern. So bieten Verkehrsunternehmen wie die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) oder wupsi spezielle Trainings an, bei denen es darum geht, sicher ein- und auszusteigen, einen Platz im Fahrzeug zu finden und Rampen richtig zu nutzen. Die Idee dahinter ist klar: Ängste abbauen, Sicherheit gewinnen und das Vertrauen in die eigene Mobilität stärken.

Ein solcher Kurs kann für Senioren, Menschen mit Rollatoren oder sogar für Eltern mit Kinderwagen eine echte Hilfe sein. Das Verständnis für Fahrpläne und Haltestellen wird geschult, und auch das Ticketkaufen – heute ja oft per App – wird erklärt. Es ist einfach wichtig, dass jeder die Möglichkeit hat, selbstständig und sicher durch den Alltag zu kommen. Bei all diesen Angeboten zeigt sich, wie wichtig es ist, Barrieren abzubauen und die Gesellschaft für alle zugänglicher zu gestalten.

In diesem Sinne: Wenn Sie selbst betroffen sind oder jemanden kennen, der von solchen Angeboten profitieren könnte, zögern Sie nicht, sich zu informieren und aktiv zu werden. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die eigene Mobilität zu fördern und dabei auch noch Gleichgesinnte zu treffen. Denn gemeinsam macht alles mehr Spaß!