Rosenheim im Aufwind: Warum das Alpenvorland zur Immobilien-Oase für Münchner Pendler wird
Heute ist der 12.07.2026. Die Immobilienpreise in Bayern sind ein heißes Thema, besonders wenn man sich die Unterschiede zwischen den Städten ansieht. Rosenheim, das mit seinen 66.000 Einwohnern im malerischen Alpenvorland liegt, zeigt sich als attraktives Ziel für Hauskäufer. Im Frühjahr 2026 lag der Preis für ein Einfamilienhaus in München bei schwindelerregenden 1,83 Millionen Euro. Zum Vergleich: Ein ähnliches Haus in Rosenheim kostet im Durchschnitt 902.000 Euro weniger. Das sind fast 50%! Wer also in München arbeiten möchte, aber nicht bereit ist, sein ganzes Vermögen für ein Dach über dem Kopf auszugeben, der sollte ernsthaft über einen Umzug nachdenken.
Die Pendlerzahlen sprechen eine deutliche Sprache: Aus Augsburg pendeln mittlerweile 11.000 Menschen nach München, ein Anstieg um 57% seit 2013! Ingolstadt und Rosenheim folgen mit 3.600 und 3.300 Pendlern. Die vier Städte – München, Augsburg, Ingolstadt und Rosenheim – sind stark miteinander verbunden und bilden einen gemeinsamen Immobilienmarkt. Das Preisgefälle für Eigentumswohnungen ist dabei ebenfalls bemerkenswert. In München werden im Schnitt etwa 7.800 Euro pro Quadratmeter fällig, während in Rosenheim die Preise 40-45% darunter liegen. Wer also clever ist, der schaut sich die Nachbarstädte an.
Die Wohnsituation in Bayern
Die Mietnachfrage übersteigt das Angebot in allen vier Städten. Besonders gefragt sind kleine, bezahlbare Wohnungen sowie familiengerechte Drei- und Vierzimmerwohnungen. Wenn wir einen Blick auf die Baugenehmigungen werfen, wird die Lage noch klarer: München hat 2025 einen Rückgang von 25% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet, während Rosenheim sogar 26% weniger Baugenehmigungen erteilt hat. Augsburg hat es mit einem Rückgang von 57% wirklich erwischt, während Ingolstadt stabil bleibt mit +1%. Das sorgt für einen angespannten Wohnungsmarkt.
Die Zahlen zu fertiggestellten Wohngebäuden sind nicht weniger alarmierend. In München gab es 2025 einen Rückgang von 33%, in Rosenheim sogar 66% – da fragt man sich, wo das alles hinführen soll. Im letzten Jahr wurden pro 1.000 Einwohner in München nur 3 neue Wohnungen gebaut, während Ingolstadt und Rosenheim mit 2 neuen Wohnungen nicht viel besser dastehen. Augsburg hingegen hat mit 4 neuen Wohnungen pro 1.000 Einwohner einen kleinen Lichtblick.
Baupreise und deren Einfluss
Ein wichtiger Aspekt, der die Immobilienpreise beeinflusst, sind die Baupreise. Das Statistische Bundesamt bietet dazu umfassende Informationen an. Der Baukostenindex wird oft missverstanden und verwechselt mit dem Baupreisindex, der die Preisentwicklung für die Erzeuger-Verkaufspreise im Baugewerbe widerspiegelt. Diese Indizes sind von großer Bedeutung, da sie zeigen, wie Bauunternehmen Material und Löhne einkaufen. Die Entwicklung der Baukosten hat einen direkten Einfluss auf die Immobilienpreise, was sich in den letzten Jahren auch in Bayern bemerkbar gemacht hat. Die stetige Preissteigerung bei Baumaterialien und Löhnen macht es für Bauherren zunehmend schwieriger, ihre Projekte zu realisieren.
Die Situation in Bayern ist also komplex und verlangt nach Lösungen. Wie lange werden sich die Preise weiter nach oben schrauben? Und wo ist der Ausweg für all jene, die ein Eigenheim suchen? Die Verbindung zwischen den Städten, die steigenden Pendlerzahlen und die stagnierende Bauaktivität sorgen für ein spannendes, aber auch herausforderndes Immobilienumfeld. Vielleicht wird die Suche nach einem Eigenheim in Rosenheim für viele zur besten Option. Wer weiß, vielleicht wird das Alpenvorland bald der neue Hotspot für Hauskäufer.
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