Die Luft in Günzburg war erfüllt von einer Mischung aus Anspannung und Vorfreude, als der VfL Günzburg kürzlich seine sportmedizinischen Untersuchungen im Cardiozentrum durchführte. Rund 40 Spieler, darunter die Regionalliga-Männer und die B-Jugend-Bundesligamannschaft, stellten sich an zwei Samstagen den Experten der Kreiskliniken Günzburg-Krumbach und der Kinderpraxis Herzenssache. Das Ziel? Verletzungen vorzubeugen und die sportliche Leistung zu maximieren. Na, wenn das nichts ist!

Das Team, bestehend aus angesehenen Fachleuten wie PD Dr. Gregor Kemming, Dr. Manfred Herr und Dr. Stephan Schwarz, war bereit, die Athleten auf Herz und Nieren zu prüfen. Die Spieler mussten dabei Auskunft über ihren Trainingsumfang, frühere Erkrankungen und Verletzungen geben. Ein bisschen wie beim Arzt, nur dass hier niemand mit einem Rezept für Salbe nach Hause ging! Stattdessen wurden Bewegungsapparat, Sehnen und Muskeln genau unter die Lupe genommen, während das Kliniklabor mehr als zwölf Blutwerte analysierte.

Einblicke in die Belastbarkeit

Besonders spannend wurde es für die B-Jugendlichen, die ein Belastungs-EKG absolvierten. Alle zwei Minuten erhöhten sich die Widerstände um 50 Watt. Puls, Blutdruck und Sauerstoffsättigung – alles wurde akribisch erfasst. Der B-Jugendspieler Lennox Stocker fand es „interessant“, mehr über die eigene Belastbarkeit zu erfahren. Teamkollege David Cremer war ebenfalls begeistert von den gewonnenen Erkenntnissen. Schließlich ist es wichtig, den eigenen Körper zu verstehen, besonders wenn man fünf oder sechs Mal pro Woche trainiert – da kann man schon mal ins Schwitzen kommen!

Regionalliga-Kapitän Daniel Jäger fand die Untersuchung „sinnvoll“. Sportmediziner Manfred Herr betonte, dass es nicht nur um Fitness geht, sondern vielmehr darum, Überlastungsschäden frühzeitig zu erkennen. Da hat er recht – wer will schon mit einer Verletzung ausfallen? Kardiologe Jürgen Hug lobte den hohen Einsatzwillen der Athleten. Ja, der Wille ist es, der uns antreibt, nicht wahr? Handball-Chef Martin Frey stellte klar, dass gesunde und fitte Spieler für den Verein von entscheidender Bedeutung sind. Die medizinischen Nachweise, die durch diese Untersuchungen geliefert werden, sind Gold wert.

Moderne Medizin und individuelle Betreuung

Das Konzept der sportmedizinischen Untersuchung ist nicht nur für Profis interessant. Auch Hobbysportler profitieren enorm von dieser Art der Vorsorge. Denn der Umfang einer solchen Untersuchung richtet sich nach dem Alter, der Vorgeschichte und dem individuellen Vorhaben. Ein 40-Jähriger, der nach einer langen Pause wieder mit dem Laufen anfängt, benötigt eine andere Betreuung als jemand, der sich auf einen Marathon vorbereitet. Die Anamnese ist dabei ein entscheidender Schritt: Vorerkrankungen, familiäre Vorbelastungen und frühere Verletzungen werden erfasst, um die geeigneten weiteren Untersuchungen abzuleiten.

Besonders spannend sind die Ruhe- und Belastungs-EKGs, bei denen das Kreislaufverhalten unter Belastung genauestens analysiert wird. Wer weiß, vielleicht entdeckt man dabei das eine oder andere gesundheitliche Risiko, das in Ruhe nicht sichtbar ist. Auch die Echokardiografie, die die Pumpfunktion des Herzens untersucht und zwischen einem Sportlerherz und möglichen Erkrankungen unterscheidet, ist ein wertvolles Instrument. Diese umfassenden Checks helfen dabei, eine individuelle und sichere Trainingsplanung zu gewährleisten.

Der VfL Günzburg zeigt mit dieser Kooperation, dass er nicht nur Leistungssport, sondern auch Gesundheitsvorsorge ernst nimmt. Das ist eine klare Botschaft an alle, die sich dem Sport verschrieben haben: Die Gesundheit steht an erster Stelle. Und das ist schließlich das A und O für alle Sportler, egal ob im Wettkampf oder beim Freizeitkick.