Heute ist der 21.06.2026 und in Günzburg gibt es Neuigkeiten, die uns alle betreffen. Die Verkehrssicherheit steht auf der Kippe, und die Zahlen sind alarmierend. Sebastian Adam, der seit Sommer 2024 an der Spitze der Verkehrspolizei Günzburg steht, hat einige interessante Einblicke gegeben. In den letzten Monaten hat sich die Situation rund um das Fahren unter Einfluss von Alkohol und Drogen verändert – und zwar nicht unbedingt zum Besseren.

Ein 24-Jähriger verlor vor kurzem die Kontrolle über sein Auto, nachdem er mit über zwei Promille unterwegs war. Ein weiterer Vorfall ereignete sich, als ein Lkw-Fahrer fahruntüchtig auf einer A8-Auffahrt entdeckt wurde. Laut Adam haben die Alkoholfahrten im Landkreis Günzburg im Jahr 2025 die Zahl von 194 erreicht, was zwar im normalen statistischen Bereich liegt, aber dennoch nicht ignoriert werden kann. Der Anstieg der Drogenfahrten ist hingegen beunruhigend: Im Jahr 2025 wurden 254 Fälle registriert, und die ersten Monate des Jahres 2026 zeigen, dass diese Zahl über 100 liegt. Das Dunkelfeld, sprich die unentdeckten Delikte, lässt erahnen, dass die Realität noch viel gravierender sein könnte.

Schulung und Prävention

Um dieser besorgniserregenden Entwicklung entgegenzuwirken, wurden Schulungsmaßnahmen für Polizisten eingeführt, damit sie besser in der Lage sind, Drogeneinfluss zu erkennen. Adam macht deutlich, dass die Legalisierung von Cannabis die Hemmschwelle für viele gesenkt hat, unter Einfluss zu fahren. Das ist eine gefährliche Entwicklung, die nicht nur jüngere Verkehrsteilnehmer betrifft, sondern auch ältere Generationen. Die Altersverteilung ist breit gefächert – von 18 bis 66 Jahren ist hier alles vertreten.

Besonders erschreckend sind die Zahlen zu Alkoholunfällen: 2025 gab es 44 solcher Unfälle im Landkreis, aber – und das ist ein kleiner Lichtblick – keinen tödlichen, bei dem Alkohol eine Rolle gespielt hätte. Der schwere Unfall im Dezember 2024, der einen Fahrer das Leben kostete und schwere Verletzungen für Beifahrer und Unfallgegner zur Folge hatte, bleibt jedoch in Erinnerung. Und auch Adam berichtet von häufigen Fällen, in denen Lkw-Fahrer mit Restalkohol unterwegs sind. Das macht die Kontrollen auf Autobahnen zu einer echten Herausforderung, weshalb mehr Fälle auf Landstraßen festgestellt werden.

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Gesetzliche Auswirkungen

Die Gesetzgebung ist klar: Ab 1,1 Promille gilt ein Fahrer als absolut fahruntüchtig und das führt unweigerlich zum Führerscheinentzug. Aber auch bei 0,5 Promille wird es ernst: Hier drohen 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Und sollte es zu einem Unfall kommen, kann bereits bei 0,3 Promille eine Straftat vorliegen. Das klingt nach viel, und doch sind es allzu oft die gleichen Gesichter, die wir auf unseren Straßen sehen.

Adam hat einen wichtigen Ratschlag: „Lass das Auto stehen, wenn du Alkohol konsumierst!“ Und er fügt hinzu, dass die Hemmschwelle für andere Verkehrsteilnehmer höher ist, wenn ein Polizist in der Nähe ist. Eine einfache, aber wirkungsvolle Botschaft, die man sich merken sollte.

In einer Zeit, in der die Straßen voller Autos und Menschen sind, bleibt die Frage: Wie sicher sind unsere Straßen wirklich? Es ist an uns, diese Verantwortung zu tragen und gemeinsam Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Denn letztlich geht es um mehr als nur um Zahlen – es geht um Menschenleben, um unsere Familien, Freunde und Nachbarn. Jeder von uns kann dazu beitragen, dass diese Zahlen nicht weiter steigen.

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