In den letzten Tagen waren die Straßen im Landkreis Günzburg wieder einmal Schauplatz von Verkehrskontrollen. Und wie es scheint, ist die Lage ernst. Die Polizei hat in Leipheim und Krumbach gleich drei Fahrer aus dem Verkehr gezogen, die unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen unterwegs waren. Ein hochaktuelles Thema, das uns alle betrifft.

Am Montagmittag in Leipheim wurde ein 32-jähriger Fahrer eines Kleintransporters gestoppt. Ein Drogentest brachte ein positives Ergebnis ans Licht, woraufhin die Beamten eine Blutentnahme anordneten und die Weiterfahrt untersagten. Man kann sich nur fragen, was in den Köpfen solcher Fahrer vorgeht! Ganz offensichtlich sind manche Menschen der Meinung, sie könnten sich mit Drogen auf den Straßen bewegen, als ob nichts wäre. In der gleichen Stadt, nur wenige Stunden später, musste ein 56-jähriger Autofahrer ebenfalls die Folgen seines Alkoholkonsums spüren: Sein Alkoholtest wies mehr als 0,5 Promille auf.

Die Situation in Krumbach

Aber auch in Krumbach war die Polizei aktiv. In der Nacht zum Mittwoch wurden dort in der Bahnhofstraße zwei E-Scooter-Fahrer kontrolliert. Ein 18-Jähriger hatte offensichtlich ein paar Joints zu viel geraucht – er gab zu, vor der Fahrt einen geraucht zu haben und hatte zudem eine kleine Menge Marihuana bei sich. Hier wurde ebenfalls eine Blutentnahme angeordnet. Die Konsequenzen sind klar: Allen drei Fahrern drohen Bußgelder im mittleren dreistelligen Bereich, Punkte im Verkehrszentralregister und Fahrverbote. Ein teurer Spaß, könnte man sagen.

Wussten Sie, dass Drogenkonsum die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit erheblich beeinträchtigen kann? Kritische Situationen werden oft falsch eingeschätzt, und das eigene Fahrvermögen wird maßlos überschätzt. Besonders riskant ist es, wenn Alkohol und Drogen kombiniert werden. Kleinste Mengen können schon ausreichen, um die Fahrtüchtigkeit herabzusetzen. Autofahren und Drogenkonsum sollten strikt getrennt werden, das ist eine Binsenweisheit, die man nicht oft genug wiederholen kann.

Die rechtlichen Folgen

Die rechtlichen Konsequenzen sind nicht zu unterschätzen. Wer beim Fahren unter Drogeneinfluss erwischt wird, muss mit harten Strafen rechnen. Ein Erstverstoß nach § 24a StVG kann 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte im Fahreignungsregister und ein Monat Fahrverbot nach sich ziehen. Und das ist nur die erste Stufe! Wiederholte Verstöße können bis zu 1.500 Euro Bußgeld und eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) nach sich ziehen. Wer also denkt, er könne ungestraft unter Einfluss fahren, der irrt gewaltig. Die Polizei hat das Recht, eine Blutentnahme anzuordnen und den Führerschein vorläufig einzubehalten. Und wenn die Drogenfahrt mit Gefährdung des Straßenverkehrs einhergeht, drohen sogar bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe.

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Drogen sind ebenfalls ein Thema, das nicht ignoriert werden sollte. Drogen können nicht nur das Fahrverhalten beeinträchtigen, sondern auch körperliche und psychische Abhängigkeiten hervorrufen. Angstzustände, Halluzinationen und innere Unruhe sind nur einige der möglichen Nebenwirkungen. Über die Nachweisbarkeit von Drogen in Blut oder Urin muss man sich ebenfalls im Klaren sein – die Nachweiszeiten variieren je nach Substanz und Konsumhäufigkeit.

Der Vorfall in Günzburg zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, sich der Gefahren des Fahrens unter Einfluss bewusst zu sein. Man sollte den eigenen Kopf benutzen – und wenn es um Drogen geht, besser gleich auf das Fahren verzichten. Denn die Konsequenzen sind nicht nur rechtlicher Natur, sondern können auch das eigene Leben und das Leben anderer massiv gefährden. Machen wir uns alle bewusst: Sicherheit geht vor!