Heute ist der 3.06.2026 und in Günzburg ist die Stimmung gedämpft. Die Menschen hier sind bekannt für ihre Herzlichkeit und Gelassenheit, aber die jüngsten Ereignisse im Landkreis bringen nun eine gewisse Unruhe mit sich. In der vergangenen Nacht ereignete sich ein Überfall auf die Pinoil-Tankstelle in Ichenhausen. Um 21.50 Uhr betraten zwei maskierte Täter den Verkaufsraum und bedrohten sowohl den Angestellten als auch einen Kunden mit einer schwarzen Pistole. Sie forderten Bargeld und entwendeten nicht nur Geld, sondern auch Zigaretten, bevor sie zu Fuß in Richtung Günztalstraße flüchteten. Zum Glück blieben alle Betroffenen körperlich unverletzt, aber der Schock sitzt tief.

Ein solches Verbrechen ist in der Region nicht neu. Nur 24 Stunden zuvor fand ein ähnlicher Überfall auf die Access-Tankstelle in Günzburg statt. Dort war der Täter ebenfalls maskiert und bedrohte den Tankwart mit einer Pistole. Auch hier erbeutete er Bargeld und floh in Richtung Ulmer/Heidenheimer Straße. Die Polizei prüft nun einen möglichen Zusammenhang zwischen beiden Überfällen, was die Sorgen der Anwohner nur verstärkt. Immerhin ist die Kriminalität in diesem Landkreis im Vergleich zum Vorjahr erheblich angestiegen. Im vergangenen Jahr wurden in Günzburg 14 Raubüberfälle registriert, was einem Anstieg von mehr als 85% im Vergleich zu 2022 entspricht. Das lässt selbst die Gelassensten unter uns ins Grübeln kommen.

Die Täter im Visier

Die beiden Täter in Ichenhausen wurden als jung und schlank beschrieben, komplett in Schwarz gekleidet, mit Sturmhauben und Handschuhen. Der Täter in Günzburg war etwa 170 cm groß und ebenfalls schwarz bekleidet. Das Bild, das hier entsteht, ist nicht gerade beruhigend. Die Menschen fragen sich, wer hinter diesen dreisten Übergriffen steckt und ob sie möglicherweise wieder zuschlagen. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat die Ermittlungen aufgenommen und nimmt unter der Nummer 0731 8013-0 Hinweise entgegen. Für den Überfall in Günzburg ist die Kriminalpolizei Memmingen zuständig, erreichbar unter 08331 100-0.

Die Situation ist angespannt und die Polizei hat alle Hände voll zu tun. In einer kleinen Stadt wie Günzburg, wo jeder jeden kennt, ist es besonders beunruhigend, wenn solche Verbrechen geschehen. Das Gefühl der Sicherheit, das man im Alltag durch das Lächeln des Nachbarn und das freundliche Wort beim Bäcker erlangt, wird auf die Probe gestellt. Die Menschen sind verunsichert, und das ist verständlich, denn niemand möchte, dass in seiner Nachbarschaft so etwas passiert.

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Die Frage bleibt, wie lange diese Welle von Raubüberfällen noch anhält. Ein ständiger Anstieg der Kriminalität kann nicht im Interesse der Bürger sein. Es braucht mehr Präsenz der Polizei und vielleicht auch mehr Gespräche über Sicherheit in den Gemeinden. So kann man gemeinsam Lösungen finden, um sich wieder sicherer zu fühlen. Denn letztlich ist es der Zusammenhalt in der Gemeinschaft, der uns stark macht, auch in schwierigen Zeiten wie diesen.