Am Dienstag, den 2. Juni, findet in Günzburg ein ganz besonderer Aktionstag gegen den Schmerz statt – unter dem Motto „Bewusstsein schaffen“. Ein Thema, das viele von uns betrifft, auch wenn wir es oft nicht wahrhaben wollen. Der Aktionstag zielt darauf ab, Betroffenen und ihren Angehörigen wertvolle Einblicke in moderne Behandlungsangebote und umfangreiche Beratung zu bieten. Es ist der perfekte Anlass, um sich über die Möglichkeiten der Schmerztherapie zu informieren und Fragen zu stellen.

Das interdisziplinäre Schmerzzentrum am Bezirkskrankenhaus (BKH) Günzburg ist stark in die Veranstaltung involviert. Hier werden Experten bereitstehen, die von 9 bis 18 Uhr über die kostenlose Hotline 0800/18 18 120 erreichbar sind. Ein Anruf kann der erste Schritt in ein schmerzfreieres Leben sein – und das ist keine Übertreibung. Denn Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzerkrankungen, die oft die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Oberarzt Timo Müller hat es auf den Punkt gebracht: „Oft verschenken wir wertvolle Zeit, in der Schmerzen behandelbar wären.“

Ein Aufruf zur Aktivität

Der Aktionstag wurde 2012 von der Deutschen Schmerzgesellschaft ins Leben gerufen und hat sich zu einer wichtigen Plattform entwickelt. Ziel ist es, auf die unzureichende Versorgung von Schmerzpatienten aufmerksam zu machen. Viele von ihnen suchen oft lange vergeblich nach einem Zugang zu guter Therapie. Schmerzhafte Erinnerungen an vergebliche Arztbesuche oder das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden – das ist für viele Betroffene Alltag. Dabei ist der Schlüssel zu einem besseren Leben oft die frühe professionelle Hilfe. Sie kann die Chancen auf erfolgreiche Therapie und eine aktive Lebensbeteiligung deutlich erhöhen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Chronifizierung von Schmerzen. Betroffene sollten sich der Gefahren bewusst sein, die damit einhergehen. Präventive Therapiekonzepte und schnelle Unterstützung können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Im MVZ der Bezirkskliniken Schwaben stehen ambulante Angebote zur Verfügung, und auch die stationäre multimodale Schmerztherapie ist eine Option. Hierbei kommen vielfältige Therapieansätze zum Einsatz: von Medikamenten über psychologische Unterstützung bis hin zu Bewegungs- und Entspannungstherapien.

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Multidisziplinäre Programme für bessere Lebensqualität

Was viele nicht wissen: Studien belegen, dass multidisziplinäre Programme die Funktionsfähigkeit und Lebensqualität der Patienten deutlich verbessern. Das ist nicht einfach nur ein leeres Versprechen, sondern eine Aussage, die durch harte Fakten untermauert wird. Wenn man an der richtigen Stelle ansetzt, kann das ganz neue Perspektiven eröffnen. Es ist also an der Zeit, aktiv zu werden!

Der Aktionstag gegen den Schmerz ist nicht nur eine Informationsveranstaltung, sondern auch ein Aufruf zur Veränderung. Die aktuelle Krankenhausreform könnte die Situation für Schmerzpatienten jedoch verschlechtern – ein Grund mehr, sich Gehör zu verschaffen. Lassen Sie sich nicht entmutigen, sondern nutzen Sie die Gelegenheit, um in den Dialog zu treten, Fragen zu klären und vielleicht sogar den ersten Schritt in ein schmerzfreieres Leben zu gehen. Es ist nie zu spät, sich Hilfe zu holen.