Heute ist der 25.05.2026 und die Vorfreude auf den kommenden Sommer ist in Garmisch-Partenkirchen spürbar. Doch für viele Reisende, die sich auf den Weg zum Gardasee machen wollen, gibt es ein großes Hindernis: Am 30. Mai wird ein Abschnitt der Brennerautobahn aufgrund einer angemeldeten Kundgebung für ganze acht Stunden gesperrt. Von 11 bis 19 Uhr wird die Nord-Süd-Transitroute lahmgelegt, was für viele Autofahrer, Lkw-Fahrer und Busse eine echte Herausforderung darstellt. Wer da nicht rechtzeitig umschwenkt, muss mit langen Wartezeiten rechnen – und das will doch wirklich niemand, oder?
Der Gardasee, besonders bei Münchnern ein beliebtes Ziel, könnte am 30. Mai für viele zur Geduldsprobe werden. Wer dennoch mit dem Auto fahren möchte, sollte lieber seine Reisedaten anpassen. Eine Alternativroute führt über den Reschenpass (B180) und nimmt einen Umweg über die Gemeinde Imst in Kauf. Das bedeutet, dass sich die Fahrt von München nach Riva del Garda um etwa 61 Kilometer und anderthalb Stunden verlängert. Ein Umweg, ja, aber es gibt Schlimmeres, als durch die wunderschöne Alpenlandschaft zu kurven. Die Ausweichroute über Garmisch-Partenkirchen nach Imst, dann weiter nach Bozen und über die A22 nach Rovereto, könnte ebenfalls eine Option sein. Die gesamte Reisezeit? Ungefähr sechs Stunden – allerdings sind Verzögerungen durch erhöhten Verkehr und Baustellen bei Nauders nicht ausgeschlossen.
Alternativen und Herausforderungen
Die Tiroler Landesregierung hat bereits angekündigt, dass der Brennerkorridor am 30. Mai für Durchreisende nicht nutzbar sein wird. Wer auf eine entspannendere Art reisen möchte, kann die Zugverbindungen ab München nutzen. Tägliche Eurocity-Züge fahren nach Italien und stoppen unter anderem in Venezia San Lucia und Verona Porta Nuova. Von Rovereto sind dann regelmäßige Regionalbusse zum Nordufer des Gardasees unterwegs, zum Beispiel nach Riva del Garda. Also, wer nicht im Stau stehen will, sollte die Bahn in Erwägung ziehen!
Zusätzlich wird ab dem 1. Januar 2025 auf der Brennerautobahn nur einspuriger Verkehr herrschen. Bauarbeiten, die bis 2030 andauern sollen, könnten das Verkehrschaos noch weiter verschärfen. Selbst in der Hauptreisezeit bleibt die Staugefahr besonders in den Ferien und rund um Feiertage hoch. Und die Brennerstraße (B182)? Die ist regelmäßig gesperrt, um Stau zu vermeiden. Wenn man es also schafft, den 30. Mai zu umgehen, könnte das die beste Entscheidung sein.
Die Routenvielfalt
Wer dennoch auf der Suche nach Alternativen zur Brennerautobahn ist, hat einige Optionen. Die mautfreie Reschenpassroute ist oft wegen Bauarbeiten gesperrt, während die Tauernautobahn östlich vom Brenner ebenfalls Staugefahr birgt. Für abenteuerliche Fahrer könnte das Timmelsjoch interessant sein, allerdings ist es im Winter geschlossen und hat im Sommer Beschränkungen für Wohnmobile. Weniger anspruchsvoll, aber ab dem 22. Mai 2026 für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen geöffnet, ist der Plöckenpass. Eine klassische Route über die Schweiz führt über den Gotthard-Tunnel, der ganzjährig befahrbar ist – jedoch ist dieser 2026 nachts wegen Wartungsarbeiten gesperrt.
Die Brennerbahn stellt eine ständige Alternative dar und verbindet Innsbruck mit Bozen und Verona. Und während die Vorfreude auf den Gardasee wächst, wird der Bau des Brenner-Basistunnels, der 2032 fertiggestellt werden soll, die Reisezeit zwischen Innsbruck und Südtirol auf 25 Minuten reduzieren. Ab Ende 2026 sollen zudem neue Direktverbindungen zwischen München und Mailand sowie München und Rom angeboten werden, was die Anreise noch angenehmer gestaltet.
Also, liebe Reisende, macht euch bereit für den Sommer! Holt euch die besten Tipps, plant voraus und genießt die Fahrt – egal, ob auf der Straße oder auf Schienen. Der Gardasee wartet auf euch!
