Schulneubau in Germering: Ein Wettlauf gegen die Zeit für bessere Bildung
In Germering, wo die Fachoberschule (FOS) als Provisorium mit rund 310 Schülerinnen und Schülern ihr Dasein fristet, gibt es mal wieder Bewegung im Schulbau. Seit 16 Jahren diskutiert der Brucker Kreistag über einen Neubau, und nun scheint die Zeit für einen neuen Anlauf reif zu sein. Die Schüler, die sich in einem bunten Mix aus Modulbau, Anbau und den Räumen des Carl-Spitzweg-Gymnasiums (CSG) sowie der Realschule Unterpfaffenhofen (RSU) aufteilen, spüren die drückende Enge. Ein echtes Chaos, wenn man bedenkt, dass der Anbau des CSG marode ist, keine Heizung hat und die Toiletten fehlen. Hier wird’s Zeit für frischen Wind!
Der Landkreis Starnberg, aus dem mehr als ein Drittel der Schüler stammt, hat sich bislang nicht bereit erklärt, die geplanten 40 Millionen Euro für den Neubau mitzufinanzieren. Das Landratsamt prüft das Anliegen und will es nach der Sommerpause den zuständigen Gremien vorlegen. Ein wenig wie ein Spiel mit offenen Karten – jeder hofft auf die Unterstützung des Nachbarlandkreises. Die Stadt München hingegen hat ein günstiges Grundstück am Bahnhof Harthaus im Angebot, was von Oberbürgermeister Daniel Liebetruth als die bessere Option angesehen wird.
Eine Schule für die Zukunft
Der geplante Neubau soll Platz für 550 Schüler bieten, und zwar in den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung, Sozialwesen und Gesundheit. Mit 19 Klassenzimmern, Fachräumen, einer Bibliothek, Lehrerzimmern, einer Küche und einer Mensa auf über 3600 Quadratmetern dürfte der neue Bau wirklich ein Ort für modernes Lernen werden. Der Gedanke, endlich mehr Platz zu haben, lässt die Herzen der Schüler und Lehrer höherschlagen. Doch der Weg dorthin ist steinig und erfordert einen gemeinsamen Kraftakt.
Der Schulbetrieb ist mittlerweile so eng getaktet, dass die RSU keine Räume mehr zur Verfügung stellen kann, während das CSG nur bis 2030 Platz bieten kann. Die FOS hatte vor Jahren großen Zulauf, was die beengten Verhältnisse nur noch verstärkte. Komisch, wie aus einer Idee eine Notwendigkeit wird. Ein Neubau wurde 2010 in Olching vorgeschlagen, aber die Entscheidung fiel 2016 für Germering. Irgendwie hat sich das alles im Schneckentempo entwickelt, während die Schülergenerationen durch die Schulbänke rutschen.
Politik am Zug
Jetzt liegt es am Germeringer Stadtrat, über einen neuen Rahmenplan zu entscheiden. Der Landrat und andere Politiker appellieren eindringlich an den Landkreis Starnberg, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Es bleibt spannend, ob das Projekt endlich Fahrt aufnimmt oder ob wir weiterhin von einem Neubau träumen müssen. Der Druck wächst, und die Zeit drängt. Ein Neubau, der nicht nur den aktuellen Bedürfnissen gerecht wird, sondern auch zukunftsfähig ist, wäre ein echter Gewinn für alle Beteiligten.
So oder so, die Diskussion über die FOS in Germering zeigt, wie wichtig es ist, in Bildung zu investieren. Die Schüler sind die Zukunft, und die Rahmenbedingungen sollten dafür sorgen, dass sie sich bestmöglich entfalten können. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Traum von einem modernen Schulgebäude Wirklichkeit wird oder ob wir wieder nur von der nächsten Debatte hören. Wir bleiben gespannt!
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