Frischer Wind im Stadtarchiv: Matthias Lebegern bringt neue Ideen nach Fürstenfeldbruck
Heute ist der 21.07.2026 und in Fürstenfeldbruck tut sich was! Matthias Lebegern, der neue Leiter des Stadtarchivs, ist erst seit einigen Wochen im Amt und bringt frischen Wind in die altehrwürdigen Hallen. Er pendelt täglich von München nach Fürstenfeldbruck und hat eine ganz persönliche Verbindung zur Stadt – seine Frau ist hier verwurzelt. Das macht die neue Herausforderung für den erfahrenen Archivaren gleich noch etwas spezieller. Mit 15 Jahren Erfahrung in der Region kennt er sich bestens aus, und seine Zeit als stellvertretender Leiter im Stadtarchiv Freising hat ihn gut auf diese Rolle vorbereitet.
Was plant er nun für das Stadtarchiv? Eine ganz klare Umstrukturierung steht auf der Agenda. Lebegern möchte die Aktenbestände in vier Zeitabschnitte gliedern: Vor 1806, das Königreich Bayern, die Räterepublik bis hin zur Bundesrepublik und der Gegenwart. Das Ziel? Es soll einfacher werden, die wertvollen Dokumente zu finden! Außerdem hat er große Pläne für die digitale Recherche. In fünf bis zehn Jahren will er die EDV so aufpeppen, dass die Bürger von zu Hause aus recherchieren können. Die Einführung der E-Akte steht ebenfalls auf seiner Liste – auch wenn das etwas Zeit in Anspruch nehmen wird.
Ein Blick in die Vergangenheit
Ein besonders wichtiges Projekt für Lebegern ist die Fortführung eines Arbeitskreises zur Geschichte der Opfer des Nationalsozialismus. Hier möchte er nicht nur Erinnerungen bewahren, sondern auch einen Raum für Reflexion und Diskussion schaffen. Zudem plant er, das Stadtarchiv als Depositum für Vereinsarchive anzubieten, damit wichtige Erinnerungen nicht verloren gehen. Das finde ich persönlich ganz großartig, denn gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist es wichtig, solche Geschichten festzuhalten.
Lebegern hat Geschichte und vergleichende Kultur- und Religionswissenschaften studiert. Seine erste Hausarbeit handelte von einem Klostervergleich zwischen Dießen und Fürstenfeld, sozusagen eine Brücke zwischen den beiden Orten. Seine Bachelorarbeit über die Militärseelsorge im Ersten Weltkrieg und die Masterarbeit über Münchner Erzbischöfe in der Fotografie des 20. Jahrhunderts zeigen, dass er sich nicht nur für die Geschichte, sondern auch für deren visuelle Darstellung interessiert. Und das ist genau das, was man in der heutigen Archivarbeit braucht.
Engagement über die Archive hinaus
In seiner Freizeit ist Lebegern ebenfalls aktiv, und zwar beim Roten Kreuz in der Katastrophenschutz-Einheit. Das zeigt, dass ihm das Wohl der Gemeinschaft am Herzen liegt. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie Menschen wie er ihre Zeit und Energie in die Unterstützung anderer investieren. Vielleicht kommt ihm dieser Einsatz auch in der Archivarbeit zugute? Schließlich ist das Bewahren von Geschichte und das Engagement für die Gesellschaft eng miteinander verbunden.
Die Neuigkeiten aus dem Stadtarchiv Fürstenfeldbruck sind auf jeden Fall ermutigend und zeigen, dass die Vergangenheit nicht nur ein Relikt ist, sondern lebendig gehalten wird. Auf eine spannende Zukunft für die Archive und die Erinnerungen, die sie bewahren!
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