Heute ist der 8.05.2026, und in Fürstenfeldbruck gibt es Neuigkeiten aus der politischen Landschaft, die einige Wellen schlagen könnten. Bei der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats wurden die Stellvertreter von Oberbürgermeister Christian Götz (BBV) gewählt. Franz Höfelsauer (CSU) und Philipp Heimerl (SPD) werden für die nächsten sechs Jahre das Ruder übernehmen – zumindest auf den ersten Blick ein Schritt in Richtung Zusammenarbeit. Beide wurden durch geheime Wahl ins Amt berufen, und es bleibt abzuwarten, ob der Zusammenhalt, den Götz beschworen hat, auch wirklich in die Tat umgesetzt wird.

Insgesamt wurden 14 neue Stadträtinnen und Stadträte vereidigt. Götz, der nach der Wahl von 2026 als Oberbürgermeister ins Rennen ging, hat mit der Brucker Bürgervereinigung (BBV) die stärkste Fraktion im neuen Stadtrat gewonnen; sie konnte sich über 32,7 Prozent der Stimmen freuen. Dabei konnte die BBV im Vergleich zur letzten Wahl ordentlich zulegen, während die CSU, die nun mit 25,6 Prozent die zweitstärkste Fraktion bildet, einen Verlust von 3,6 Prozent hinnehmen musste. Ein bisschen wie im Fußball, wo die einen jubeln, während die anderen Kopf stehen.

Ein Blick auf die politische Konstellation

Die Wahlergebnisse zeigen eine interessante Verteilung der Macht im neuen 40-köpfigen Stadtrat. Neben der BBV und der CSU sind die Freien Wähler (FW) und die Grünen, die beide mit 10,9 Prozent ins Rennen gehen, ebenfalls vertreten. Die SPD, die nur 5,7 Prozent der Stimmen erhielt, und die neu formierte Fürstenfeldbrucker Mitte (FBM) mit 2 Mandaten, tragen ebenfalls zur politischen Vielfalt bei. Und ja, auch die Linke, die Partei, die FDP und die ÖDP haben jeweils ein Mandat ergattert – ein eher bunt gemischtes Bild. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,5 Prozent, was bedeutet, dass etwa 14.300 Wähler ihre Stimme abgegeben haben, während 415 Stimmzettel ungültig waren. Ein bisschen wie der Klassiker: „Ich wollte nur mal gucken, was die anderen so wählen.“

Die Stimmung im Stadtrat könnte spannend werden, denn Götz hat zur konstruktiven Zusammenarbeit über die politischen Grenzen hinweg aufgerufen. Doch die Realität in Fürstenfeldbruck sieht oft anders aus. Traditionell gibt es zwei Lager, die sich gegenseitig blockieren. Vor der Kommunalwahl 2020 bildeten BBV, Grüne und SPD ein Lager, während CSU und Freie Wähler das andere bildeten. Das hat schon in der Vergangenheit die Entscheidungsfindung erschwert und könnte auch diesmal für gewisse Reibungen sorgen.

Ein neuer Wind?

Franz Höfelsauer, der von Christian Stangl (Grüne) als Zweiter Bürgermeister vorgeschlagen wurde, hat sich mit 22 Stimmen gegen Philipp Heimerl durchgesetzt, der auf 19 Stimmen kam. Heimerl, der ebenfalls in der neuen Legislaturperiode eine Rolle spielen wird, ist jetzt Dritter Bürgermeister. Jan Halbauer von den Grünen, der ebenfalls für das Amt des Dritten Bürgermeisters vorgeschlagen wurde, musste sich mit einem knappen Ergebnis von 20 zu 21 Stimmen geschlagen geben.

Die Grüne Fraktion hatte sich sogar zu einer Sitzungsunterbrechung entschlossen, um intern zu besprechen, wie man die neue politische Landschaft am besten navigieren könnte. Ein kluger Schachzug, könnte man meinen, denn die ersten Schritte sind oft die schwierigsten. Es bleibt also abzuwarten, ob diese neuen Konstellationen tatsächlich fruchtbare Ergebnisse bringen oder ob wir weiterhin die alte Blockadepolitik erleben werden. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Fürstenfeldbruck in eine neue Ära der Zusammenarbeit gleitet oder ob die alten Muster überhandnehmen.