In Fürstenfeldbruck nehmen die Pläne für einen neuen Zustellstützpunkt der Deutschen Post Formen an. Der Stadtrat hat kürzlich einstimmig den vorhabenbezogenen Bebauungsplan genehmigt, um den bestehenden Standort am Bahnhof aufzugeben und die neue Halle im Gewerbegebiet Hasenheide Nord zu errichten. Geplant ist eine imposante Halle von rund 2500 Quadratmetern, die an der Fraunhoferstraße neben dem Getränkelogistikunternehmen Trinks entstehen soll.

Der Grund für diesen Umzug liegt auf der Hand: Das Versandgeschäft boomt und erfordert somit eine Entlastung der bisherigen Verteilzentren in Düsseldorf, München und Augsburg. Merkur berichtet, dass die neue Anlage nicht nur die Logistik optimieren soll, sondern auch moderne umweltfreundliche Lösungen wie Fassaden- und Dachbegrünung sowie Photovoltaikanlagen vorsieht.

Umwelt und Verkehr im Fokus

Der Stadtbaurat Johannes Dachsel betont, dass bei den Planungen auch die Optimierung der Grünflächen Berücksichtigung findet. So wurde im Planungs- und Bauausschuss die Idee eines Parkdecks angesprochen, was möglicherweise die Anzahl der nötigen Stellplätze reduzieren könnte. Dennoch äußerte Thomas Brückner von den Grünen Bedenken hinsichtlich der Umwelt, insbesondere weil der Bund Naturschutz nicht zu den ersten Gesprächen eingeladen wurde. Er forderte die Anpflanzung von mehr Bäumen und zusätzlichen Grünflächen.

Die Verkehrsbelastung durch die Anlieferung per Lkw könnte ebenfalls ein kritisches Thema werden. Mirko Pötsch von der SPD brachte diesbezüglich Bedenken an, während sich andere Stadtratsmitglieder wie Andreas Lohde (FBM) und Markus Britzelmair (CSU) positiv über das Projekt äußerten. Um verschiedene Aspekte wie Lärm und Verkehr richtig zu bewerten, wurden Schallschutz- und Verkehrsgutachten erstellt, was für eine umfassende Planung spricht. Der Kreisboten ergänzt, dass Bodengutachten und hydrogeologische Untersuchungen bereits durchgeführt wurden.

Zukünftige Schritte

Die Inbetriebnahme des neuen Zustellstützpunkts wird frühestens für Ende 2028 erwartet, während der Status des Grundstücks am Brucker Bahnhof nach dem Umzug zur Zeit unklar bleibt. Die Deutsche Post hat bisher nur angemietet. Die detaillierten Planungen werden in einem späteren Schritt vom zuständigen Ausschuss behandelt, aber die grundlegenden Weichen sind nun gestellt. Die Pläne scheinen vielversprechend, auch wenn einige Herausforderungen noch gemeistert werden müssen.