In Fürstenfeldbruck tut sich was – und das ist nicht nur ein Gerücht! Der alte Schlachthof, ein denkmalgeschütztes Ensemble aus dem Jahr 1911, steht vor einer umfassenden Schönheitskur. Oberbürgermeister Christian Götz hat das Areal als ein Denkmal von überregionaler Bedeutung bezeichnet und recht hat er! Doch der Zahn der Zeit hat seine Spuren hinterlassen, das Gelände ist stark verfallen und eine Sanierung ist mehr als überfällig. Wie ein Phönix aus der Asche soll der alte Schlachthof bald in neuem Glanz erstrahlen, und die Planungen dafür laufen auf Hochtouren.
Die Stadt hat einen Realisierungswettbewerb ausgeschrieben, an dem sage und schreibe 17 Architekturbüros teilgenommen haben. Nach über zwölf Stunden intensiver Beratung hat die Jury nun die drei Siegerentwürfe ermittelt. Diese wurden kürzlich im Stadtlabor an der Pucher Straße präsentiert. Besonders spannend ist der Siegerentwurf von JOTT Architekten GbR aus Frankfurt am Main und stern landschaften aus Köln. Dieser Entwurf berücksichtigt nicht nur die historische Substanz, sondern bietet auch Raum für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.
Ein Projekt mit Herz und Verstand
Götz bezeichnet die Maßnahme als Herzensprojekt. Kein Wunder! Die geschätzten Kosten für die Sanierung liegen bei rund 15 Millionen Euro, und die Stadt hat bereits eine Förderzusage von der Regierung von Oberbayern zwischen 60 und 80 Prozent in Aussicht. Das ist doch ein echter Lichtblick! In vier bis fünf Jahren soll das Projekt abgeschlossen sein – ein klarer Zeitrahmen, der sowohl Hoffnung als auch Vorfreude weckt.
Doch was genau erwartet uns? Das Ziel ist klar: Ein lebendiges Gebiet mit einer bunten Mischung aus Wohnen, Kultur, Gastronomie, Jugendkultur und Erholung soll hier entstehen. Stadtbaurat Johannes Dachsel und Architekt Jörg Springer zeigen sich ebenfalls begeistert von den Entwürfen. Springer hebt hervor, dass es bei der Sanierung nicht nur um Reparatur und Instandsetzung geht, sondern auch um eine durchdachte räumliche Ordnung der Gebäude. Es soll ein kreativer und innovativer Nutzungsmix entstehen, der die Menschen anzieht.
Ein neues Quartier entsteht
Das Wettbewerbsgebiet umfasst etwa 7.300 m² im Süden der Innenstadt von Fürstenfeldbruck. Im Rahmen des städtebaulichen Rahmenplans wird auch der städtische Bauhof verlagert, um Raum für eine städtebauliche Neuordnung zu schaffen. Geplant sind unter anderem ein Atelier-/Werkstattgebäude und ein Mobility-Hub, die als Kultur- und Kreativhub fungieren sollen. Diese Bereiche sind zwei der Kernpunkte des neuen Quartiers rund um die Aumühle und Lände.
Hier wird nicht nur gebaut, hier wird ein ganz neues Leben geschaffen. Ein Platz, an dem Kreativität blühen kann, an dem kulturelle Veranstaltungen stattfinden und wo sich junge Leute treffen. Und das alles mitten in Fürstenfeldbruck – ein Ort, der schon bald ganz anders aussehen wird.
Es bleibt spannend, wie sich das Projekt in den kommenden Jahren entwickeln wird. Die Vorfreude ist groß, und man kann nur hoffen, dass die Pläne zügig umgesetzt werden. Man darf sich auf ein neues Kapitel in der Geschichte des alten Schlachthofs freuen!