Bei der diesjährigen Fachmesse für Ausbildung und Studium „Vocatium“ in Fürstenfeldbruck war das Amtsgericht eine gefragte Anlaufstelle. Mit rund 250 Schülern, die sich über die vielfältigen Berufe in der Justiz informierten, war der Andrang höchst erfreulich. Dieses rege Interesse zeigt, dass die Justizbranche für viele junge Menschen einen spannenden Karriereweg darstellt. Laut einem Bericht von Kreisboten hatten sich unter den 66 Ausstellern zahlreiche Schüler besonders für die Möglichkeiten im Justizwesen begeistert.
Am Stand des Amtsgerichts standen 14 Berater bereit, um den Jugendlichen aus erster Hand Informationen zu liefern. Darunter befand sich auch Michael Hurm, der neue Geschäftsleiter des Amtsgerichts, der als Ansprechpartner fungierte. Besonders hoch im Kurs war der Beruf des Justizfachwirts, für den über 120 Interessenten registriert wurden. Auch einige Schüler hegen den Traum, Wachtmeister zu werden – etwa 15 gaben ihr Interesse für diesen Beruf an.
Karrierechancen in der Rechtspflege
Doch die Möglichkeiten in der Justiz beschränken sich nicht nur auf diese Berufe. Viele Schüler zeigten auch Interesse an einem Jurastudium oder einem dualen Studiengang in der Rechtspflege. Letzteres wird an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, Fachbereich Rechtspflege, angeboten und hat seinen Sitz in Starnberg, idyllisch zwischen München und den Alpen gelegen. Nach drei Jahren dualem Studium eröffnen sich den Absolventen viele Wege: Als Rechtspfleger übernehmen sie verantwortliche Aufgaben, die bisher Richtern und Staatsanwälten vorbehalten waren, und arbeiten dabei sachlich unabhängig.
Die Vorteile dieses Berufszweiges liegen klar auf der Hand. Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger genießen zahlreiche Einsatzmöglichkeiten und haben die Freiheit, ihre Entscheidungen eigenständig zu treffen. Diese selbstständige Arbeitsweise und die starken Karrieremöglichkeiten sind Faktoren, die immer mehr junge Menschen ansprechen. Michl Hurm warnt jedoch, die Zeit drängt: Die Bewerbungsfrist für den bayerischen LPA-Test, der als Einstieg in diese Berufe gilt, endet am 13. Juli. Die ersten Ausbildungsplätze sind für das Jahr 2027 vorgesehen und bieten eine spannende Perspektive für alle, die sich für die Justiz interessieren.
Insgesamt spiegelte die „Vocatium“ das große Interesse wider, das die Justiz bei der Jugend hervorruft. Ihr Engagement und die Möglichkeit, Fragen direkt an die Profis zu stellen, machten diesen Tag zu einem gelungenen Event, das viele Schüler dem Ziel näherbrachte, ihren Traumberuf im Bereich Rechtspflege und Justiz zu finden.