Heute ist der 23.07.2026 und wir schauen auf die aktuellen Entwicklungen in der Erzdiözese München-Freising. Man sagt, der Wind der Veränderung weht durch die Hallen und Gebäude, die einst als Zufluchtsorte für viele dienten. Mit Einnahmen von rund 920 Millionen Euro im Jahr 2025 und Ausgaben von 897 Millionen Euro hat die Erzdiözese zwar noch einen Überschuss von 74 Millionen Euro, doch die Tendenz ist besorgniserregend. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem der Überschuss noch bei 146 Millionen Euro lag, zeigt sich, dass die finanzielle Lage immer angespannter wird.

Und das ist noch nicht alles: Für 2026 wird ein Defizit von minus zwölf Millionen Euro im Haushalt prognostiziert. Ein beunruhigendes Zeichen, das die Verantwortlichen zum Handeln zwingt. Rücklagen könnten zwar das Minus ausgleichen, doch der Generalvikar Christoph Klingan hebt die Dringlichkeit hervor. „Wir müssen uns konzentrieren und Schwerpunkte setzen, angesichts rückläufiger Ressourcen“, sagt er. Ein Sparkurs ist unabdingbar, auch wenn dieser schmerzhafte Einschnitte bedeuten könnte.

Verkauf von Kirchengebäuden im Gespräch

Ein zentrales Thema ist der geplante Verkauf von Pfarrheimen und Pfarrhäusern. Die Erzdiözese hat bereits angekündigt, dass in München „ein bis zwei Kirchen“ auf dem Prüfstand stehen. Eine davon ist die Kirche St. Mauritius in Moosach, die in einem baufälligen Zustand ist. Es ist beunruhigend zu hören, dass St. Benedikt in Schäftlarn, trotz ihres Denkmalschutzes, Ende 2025 profaniert und abgerissen werden soll. Ein Schritt, der sicherlich auf gemischte Reaktionen stoßen wird.

Die Planungen sind weitreichend: Bis 2031 sollen alle 18 Dekanate prüfen, welche Gebäude wirklich benötigt werden, welche gemeinsam genutzt und welche verkauft werden können. Es gibt aktuell 3600 pastoral genutzte Gebäude, die jährlich etwa 50 Millionen Euro Zuschüsse von der Erzdiözese erhalten. Ein enormer Posten, der auf dem Prüfstand steht – verständlich, dass hier gespart werden soll.

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Die Zukunft der sozialen Projekte

Doch trotz dieser Sparmaßnahmen bleibt die Unterstützung für soziale Projekte ein zentrales Anliegen der Erzdiözese. Es ist wichtig, dass die Menschen in der Region nicht das Gefühl haben, dass ihre Bedürfnisse in den Hintergrund gedrängt werden. Gerade in Zeiten finanzieller Schwierigkeiten sind die sozialen Projekte der Kirche oft ein Lichtblick für viele. Die Erzdiözese besitzt Grundstücke im Wert von insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro und könnte hier möglicherweise auch Potenzial zur Umstrukturierung finden.

Die Entwicklungen rund um die Erzdiözese sind symptomatisch für die Herausforderungen, vor denen viele Institutionen in der heutigen Zeit stehen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt und welche konkreten Maßnahmen letztlich ergriffen werden. Eines ist sicher: Die kommenden Jahre werden entscheidend sein für die Zukunft der Kirche in München und darüber hinaus.

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