Heute ist der 19.06.2026 und in Freising gibt es wieder mal etwas Aufregendes zu berichten. Wer hätte gedacht, dass ein Storchenpaar im April 2023 so viel Wirbel verursachen könnte? Die beiden wollten ihren Horst auf der Krone der Mariensäule bauen, was natürlich für Aufsehen sorgte. Aber keine Sorge, sie wurden umgesiedelt – das nahe gelegene Marcushaus wurde ihr neues Zuhause, und die Störche wurden liebevoll „Marienstörche“ getauft. Die Begeisterung in Freising ist spürbar. Die Menschen interessieren sich brennend für die kleinen gefiederten Familienmitglieder und deren Pläne für den Nachwuchs.

Vom Turm der St. Georgskirche aus hat man einen fantastischen Blick auf die Küken im Horst am Marcushaus. Wer hätte gedacht, dass das Stadtbild so lebendig werden kann? Sogar im Rathaus gibt es Nachwuchs: drei Jungstörche werden dort liebevoll aufgezogen. Das ist ein echter Grund zur Freude für die Anwohner und Vogelliebhaber. Doch nicht alles ist eitel Sonnenschein. Auf dem Huss-Haus wurden um den 22. Mai zwei tote Jungstörche gefunden, was zu besorgniserregenden Spekulationen über die Todesursache führt. Die Hitzewelle Ende Mai könnte ihren Teil dazu beigetragen haben, denn die Eltern konnten ihren Küken nicht genügend Schatten bieten. Vermutungen über Abgase, wechselhaftes Wetter oder Angriffe von Krähen und Konkurrenzstörchen heizen die Diskussionen an.

Die Störche und ihre Lebensbedingungen

Die Lebensbedingungen für Störche in Freising sind nach wie vor ideal. Dank der reichhaltigen Nahrungsangebote in der Umgebung können sich die Störche hier prächtig entwickeln. Auch wenn die Stadtverwaltung die Anzahl der Jungtiere in den Nestern überprüft hat und für das nächste Jahr besser vorbereitet sein möchte, gibt es berechtigte Sorgen. Zu viele Störche könnten für die Stadt ein Problem darstellen. Die Hinterlassenschaften der großen Vögel könnten zu Schäden führen – ein echter Dilemma. Eine Lösung könnte darin bestehen, zusätzliche Nisthilfen außerhalb der Innenstadt anzubieten, aber da ist sich der Stadtrat noch uneinig, wie viele Störche wirklich gewünscht sind und wo sie am besten nisten sollten.

Junge Störche sind übrigens erst mit drei oder vier Jahren geschlechtsreif. Das bedeutet, dass wir uns noch ein wenig gedulden müssen, bis wir neue Paare in Freising erwarten können. In der Zwischenzeit brüten weitere Paare an der Alten Brennerei in Weihenstephan und an der Angerstraße. Eine künstliche Nisthilfe wurde 2019 an der Alten Brennerei installiert, um die Storchensituation zu verbessern. Man kann nur hoffen, dass die nächsten Generationen gesünder und stärker aus ihren Nestern kommen.

VeloCore Medium

Freising ist wirklich ein Ort, wo das Leben pulsiert – das gilt nicht nur für die Menschen, sondern auch für unsere gefiederten Freunde. Die Störche sind ein Teil unserer Stadt, und es bleibt spannend zu beobachten, wie sich ihre Geschichten entwickeln. Die Vogelkundler, wie Christian Magerl, haben viel zu tun, um sicherzustellen, dass die Bedingungen für unsere Störche weiterhin optimal bleiben. Es wird eine Herausforderung, aber auch eine großartige Gelegenheit, unsere Verbindung zur Natur zu stärken. Und wer weiß, vielleicht gibt es bald noch mehr „Marienstörche“ in Freising.

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