Heute ist der 17.07.2026 und in Freising stehen die Dinge auf der Kippe. Die Neugestaltung des Johannisparks, ein Projekt, das seit einer gefühlten Ewigkeit in der Planung ist, könnte bald auf der Strecke bleiben. Die Stadträte der CSU, SPD, Freien Wähler und Grünen haben sich zusammengetan, um den Beschluss zu reklamieren. Da fragt man sich, ob es in der Politik nicht manchmal wie im Fußball zugeht: Jeder hat seine eigene Taktik, doch das Ziel bleibt oft im Nebel verborgen. Am Donnerstag wird im Stadtrat entschieden, ob der Johannispark in neuem Glanz erstrahlen wird oder ob er weiterhin als „hässliche Brache“ vor sich hinvegetiert.

Das Ziel der Neugestaltung klingt dabei fast utopisch: mehr Bäume, weniger große Busse in der Oberen Hauptstraße, mehr Sicherheit für Fahrradfahrer und eine Grünfläche, die zum Verweilen einlädt. Klingt nach einem Paradies auf Erden! In den letzten Jahren wurde der Park als Baustelleneinrichtungsfläche genutzt, was dazu geführt hat, dass er ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Innenstadtsanierung ist zwar abgeschlossen, doch die Umsetzung der Neugestaltung zieht sich wie Kaugummi – und das schon seit über zehn Jahren!

Ein teures Unterfangen

Die Gesamtkosten für die Neugestaltung belaufen sich auf stolze 1,25 Millionen Euro. Das ist kein Pappenstiel! Für die alte Toilettenanlage, die durch eine neue ersetzt werden soll, sind 160.000 Euro eingeplant. Der Freistaat hat sich bereit erklärt, 60% der förderfähigen Kosten zu übernehmen, doch die bereits zugesagten Fördergelder in Höhe von 85.000 Euro könnten ins Wasser fallen, wenn das Gesamtprojekt nicht umgesetzt wird. Ein weiterer Grund zur Sorge für die Stadtverwaltung.

Einige der geplanten Maßnahmen sind durchaus sinnvoll: eine Linksabbiegespur für Fahrradfahrer, eine neue Bushaltestelle und neue Gehwege. Doch wie das im Leben so oft der Fall ist, gibt es auch hier diverse Meinungen. Die CSU ist gegen die Fahrradabbiegespur, die Grünen wollen keine Bushaltestelle und SPD sowie Freie Wähler haben Bedenken wegen der Finanzen. Man fragt sich, ob man nicht einfach mal einen Kompromiss finden könnte, anstatt sich in den eigenen Positionen festzufahren.

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Die Gefahr des Stillstands

Die Gefahr, dass das Thema bei einem Nichtbeschluss für die nächsten Jahre nicht mehr behandelt wird, schwebt wie ein Damoklesschwert über dem Johannispark. Dabei wurde das Geld für die Gesamtmaßnahme bereits im Haushalt 2026 vorgesehen. Da könnte man doch meinen, dass die Entscheidung für die Neugestaltung eigentlich nur Formsache sein dürfte. Aber wie wir wissen, sind die Wege der Politik manchmal unergründlich.

Die Anwohner und Parkliebhaber blicken gespannt auf die Entwicklungen. Schließlich ist der Johannispark nicht nur ein grünes Plätzchen in der Stadt, sondern auch ein wichtiger Ort für die Gemeinschaft. Wenn man dort durch die Bäume schlendert oder auf einer Bank sitzt und das Treiben beobachtet, merkt man erst, wie sehr so ein Ort zur Lebensqualität beiträgt. Man könnte fast sagen, dass das Grün in der Stadt auch für die Seele wichtig ist. Vielleicht sollte das auch im Stadtrat gehört werden.

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