Heute ist der 16.05.2026, und in Freising schwingt ein Hauch von Wehmut in der Luft. Eva Bönig, die von 2014 bis Mai 2026 als Zweite Bürgermeisterin diente, hat in über 36 Jahren unermüdlichen Einsatzes in der Kommunalpolitik die Geschicke dieser Stadt maßgeblich mitgestaltet. Ihr kontinuierliches Engagement für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger hat sie zu einer prägnanten Persönlichkeit in der Freisinger Stadtpolitik gemacht. Seit 1990 sitzt sie ununterbrochen im Stadtrat. Das ist schon eine Hausnummer!
Ein Blick auf ihre Laufbahn zeigt, wie viel Herzblut Eva Bönig in ihre Arbeit gesteckt hat. Sie war nicht nur eine Vertraute des damaligen Oberbürgermeisters Tobias Eschenbacher, der ihre Verlässlichkeit und Fachlichkeit stets lobte, sondern auch Vorsitzende des Kulturausschusses. In dieser Rolle hat sie das kulturelle Leben in Freising entscheidend weiterentwickelt. Das ist ein großes Erbe, das sie hinterlässt – und das nicht nur in Form von Veranstaltungen, sondern auch durch die unermüdliche Unterstützung von Kunst und Kultur in der Region.
Ein Leben für die Gemeinschaft
Die lange Zeit als Kreisrätin und die Führung des Kinderschutzbundes zeigen, dass ihre Leidenschaft nicht nur der Stadtpolitik gilt. Eva Bönig hat sich mit vollem Herzen für Kinder und Familien eingesetzt, und das ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Sie hat es geschafft, verschiedene Interessen zusammenzuführen, tragfähige Lösungen zu erarbeiten und immer wieder das Wohl der Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt zu stellen. Ihre Arbeit war geprägt von fachlicher Kompetenz, klaren Haltungen und einer bewundernswerten Verlässlichkeit.
Mit ihrem Rückzug als Zweite Bürgermeisterin endet zwar ein Kapitel, doch bleibt sie weiterhin Mitglied des Stadtrats. Das ist eine gute Nachricht für alle, die sich eine Konstanz in der Politik wünschen. Bönigs Engagement wird auch in Zukunft spürbar sein, und das ist für die Stadt Freising ein wahrer Gewinn.
Ein Abschied mit Dankbarkeit
Ehrlich gesagt, es ist nicht nur ein Abschied von einer Position, sondern von einer Person, die so viel für die Stadt getan hat. Ihre Fähigkeit, die Bürgerinnen und Bürger zu hören und ihre Anliegen ernst zu nehmen, hat sie zu einer vertrauenswürdigen Stimme gemacht. Am Ende wird sie nicht nur als Politikerin, sondern vor allem als Mensch in Erinnerung bleiben. In Zeiten, in denen die Politik oft als fern und unnahbar wahrgenommen wird, hat Eva Bönig gezeigt, dass man auch anders arbeiten kann – nahbar, verständnisvoll und vor allem mit Herz.
Freising hat eine starke Persönlichkeit verloren, aber sie wird nicht vergessen. Ihr Erbe lebt weiter – in den Projekten, die sie angestoßen hat, und in den Herzen der Menschen, die sie berührt hat. Wenn man durch die Straßen von Freising schlendert, wird man immer wieder auf Spuren ihrer Arbeit stoßen. Und vielleicht, nur vielleicht, wird der Wind ihre Worte weitertragen, während sie in den Stadtrat zurückkehrt und weiterhin für die Menschen kämpft, die ihr am Herzen liegen.