Heute ist der 15.05.2026, und das Thema des Freisinger Volksfestexpress beschäftigt die Gemüter in Freising und Umgebung. Nach seiner Einstellung im Jahr 2024, als die Stadt die hohen Ausgaben von 22.000 Euro als nicht tragbar erachtete, gibt es nun Bestrebungen, den beliebten Shuttlebus wieder einzuführen. Die vorangegangene Entscheidung sorgte für viel Unverständnis – nicht nur bei den Bürgerinnen und Bürgern, die auf die günstigen und sicheren Fahrten angewiesen waren, sondern auch bei verschiedenen politischen Akteuren.
Einige Stimmen, wie die von Albert Steinberger (CSU/FW), äußerten sich klar: „Es ist nicht nachvollziehbar, dass der Volksfest-Express gestrichen wurde, während andere weniger genutzte Linien bestehen bleiben.“ Und tatsächlich, trotz der hohen Auslastung und Beliebtheit war der Bus aufgrund klammer Kassen vom Tisch. Ein echtes Dilemma, denn der Volksfestexpress war mehr als nur ein Transportmittel – er war ein Stück Lebensqualität für viele. Besonders für Jugendliche ohne Führerschein, was Oberbürgermeisterin Monika Schwind betonte, als sie das Projekt als „sehr gute Sache“ bezeichnete.
Wiederbelebung des Volksfestexpress
Jetzt, wo die Stadt und die umliegenden Gemeinden über eine Wiederbelebung nachdenken, sieht die Sache etwas anders aus. Geplant ist, den Bus an den Wochenenden – freitags, samstags und sonntags – wieder fahren zu lassen. Die neue Linienführung wird mit drei Bussen operieren, was die Gesamtausgaben für Freising zwischen 2.500 und 6.000 Euro bewegen könnte, abhängig von der Auslastung und der Beteiligung der umliegenden Gemeinden der ILE-Ampertal. Zolling und Fahrenzhausen haben bereits ihre Zustimmung gegeben, während Paunzhausen und Hohenkammer sich gegen das Projekt ausgesprochen haben. Das Ziel? Mindestens 80 Prozent der ILE-Gemeindebürger sollen abgedeckt werden.
Klar ist auch, dass der Festwirt um finanzielle Unterstützung gebeten wird, da die Stadt Freising nur einen Bruchteil der Kosten tragen würde, ganz ohne zusätzliche Verwaltungskosten. Die Debatte um den Ticketpreis – drei Euro – polarisiert: Einige finden ihn zu niedrig, andere halten ihn für angemessen. Dennoch wurde der Beschluss zur Wiedereinführung des Busses einstimmig gefasst, trotz der unterschiedlichen Meinungen. Ein Zeichen, dass hier alle an einem Strang ziehen!
Die Bedeutung des Volksfestexpress
Der Volksfest-Express hat in der Vergangenheit nicht nur praktisch einen großen Dienst geleistet, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl gefördert. Bürgermeister Uwe Gerlsbeck musste anfangs eine Rückkehr der Linie ausschließen, doch die Meinungen in der Gemeinde haben ihn umgestimmt. Es ist bemerkenswert, wie sich die Bürger für diese Initiative einsetzen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Ideen wie die von Michael Firlus (FWG), eine Zusammenarbeit mit Allershausen zu initiieren, zeigen, dass der Wille zur Verbesserung der Mobilität in der Region stark ausgeprägt ist.
Die gesamte Diskussion ist nicht nur eine Frage der Kosten, sondern auch eine Frage der Lebensqualität und der sozialen Teilhabe. Wie wichtig es ist, dass die Menschen sicher und günstig zu ihrem geliebten Volksfest gelangen können, zeigt sich an der breiten Unterstützung, die das Projekt erfährt. Ein Volksfest ohne den Volksfestexpress? Das ist für viele unvorstellbar! Und so bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln, aber die Zeichen stehen gut für eine Rückkehr des beliebten Busses.