Heute ist der 19.06.2026, und Forchheim steht wieder einmal vor der Herausforderung, mit der Hitze umzugehen. Die Stadtverwaltung hat erkannt, dass die Temperaturen in den letzten Jahrzehnten ordentlich angezogen haben. Die Anzahl der Tage über 30 Grad Celsius hat sich seit den 70er und 80er Jahren mehr als verdoppelt – und das merkt man! Heiße Tage und Hitzewellen sind mittlerweile an der Tagesordnung, und das nicht nur in den großen Metropolen, sondern auch in unserer beschaulichen Stadt. Immer mehr Menschen ziehen sich in die schattigen Ecken der Stadt zurück, während die Sonne gnadenlos vom Himmel brennt.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat der Stadtrat von Forchheim im Jahr 2023 ein umfassendes Integriertes Klimaschutzkonzept auf den Weg gebracht. In enger Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ämtern – vom Klimaschutzmanagement bis zum Amt für Öffentliches Grün und Biodiversität – werden nun Maßnahmen geplant, die die Stadt an die veränderten klimatischen Bedingungen anpassen. Und das ist auch dringend notwendig, denn die Zahlen sprechen für sich: Die Thermaldaten, die durch spezielle Befliegungen des Stadtgebiets gewonnen wurden, haben Hitzeinseln identifiziert, die es so zuvor nicht gegeben hat.

Wasser als Lebensretter

Ein Lichtblick in der Hitze ist die Errichtung von zwei öffentlichen Trinkwasserbrunnen – einer am Paradeplatz und einer am Mehrgenerationenspielplatz am Streckerplatz. Das ist nicht nur praktisch, es ist auch ein Zeichen dafür, dass die Stadt aktiv gegen die steigenden Temperaturen ansteuert. Die Installation weiterer Wetterstationen und Temperatursensoren soll ein dynamisches Temperaturbild ermöglichen, damit die Forchheimer wissen, wann es Zeit ist, sich abzukühlen.

Die Bürgerinnen und Bürger sind übrigens ganz herzlich eingeladen, sich an der Mitmachaktion zum Hitzeplan-Projekt zu beteiligen. Bis zum 30. September 2026 können sie heiße und kühle Orte markieren und ihre Ideen gegen die Hitze einbringen. Das ist doch mal eine tolle Möglichkeit, um die Gemeinschaft zu stärken! Wer kennt die besten schattigen Plätze nicht besser als die Menschen, die tagtäglich durch die Straßen schlendern?

VeloCore Medium

Grüne Oasen im Betonmeer

Das Schwammstadtprinzip kommt ebenfalls zum Einsatz, um Wasser in der Stadt zurückzuhalten. Frei- und Grünflächen werden genutzt, um die Innenstadt abzukühlen. Besonders im Sanierungsgebiet Spitalgarten zeigt sich, wie wichtig solche grünen Oasen sind. Hier ist man gerade dabei, neue Grüninseln in der Hornschuchallee zu schaffen. Die ersten Ergebnisse dieser städtebaulichen Maßnahmen sind bereits sichtbar – und das tut der Stadt gut!

Für die langfristige Planung hat die Stadt einen Hitzeaktionsplan aufgestellt, der nicht nur ein Hitzewarnsystem umfasst, sondern auch eine verbesserte Kommunikation bei Extremwetterereignissen. Das klingt alles sehr durchdacht, und es bleibt zu hoffen, dass die Maßnahmen auch die gewünschte Wirkung zeigen. Die Bürgerbeteiligung ist ein guter Schritt, um die Menschen einzubeziehen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln – schließlich sind wir alle Teil dieser Stadt.

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