Heute ist der 9.05.2026 und während ich hier in Erlangen sitze, denke ich an die Geschichten aus Long Quang, einem kleinen Ort mit 8.877 Einwohnern, wo 85,8 % der Menschen ethnischen Minderheiten angehören. Das klingt fast wie ein Begriff aus einer anderen Welt, oder? Aber hier wird mit aller Kraft an einer besseren Zukunft gearbeitet. Die Region kämpft mit hohen Armutsquoten und großen Herausforderungen. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen ist für 2025 auf 45,1 Millionen VND prognostiziert, steigt aber bis 2026 auf 49,3 Millionen VND. Das sind Zahlen, die für viele nicht viel bedeuten, doch sie stehen für den täglichen Überlebenskampf vieler Menschen.
Was ich wirklich spannend finde, ist die Bewegung „Alle Menschen erlangen legitimen Wohlstand“. Diese Initiative hat nicht nur das Ziel, die Denkweise der Menschen zu verändern, sondern auch ihre Handlungsweisen. Vor allem in einer Region, die stark von der Abwartmentalität geprägt ist, ist das wie ein Lichtblick in der Dunkelheit. Die Dorfältesten und Gemeindevorsteher spielen dabei eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die Menschen zu mobilisieren und für ein gemeinsames Ziel zu gewinnen. Es geht darum, Vertrauen aufzubauen und die Leute zu motivieren, aktiv an ihrer eigenen Verbesserung zu arbeiten und ihre Ressourcen besser zu nutzen.
Gemeinsame Anstrengungen für Wohlstand
Was mir besonders ins Auge springt, ist die enge Verknüpfung der Bewegung mit konkreten Modellen, wie der Anpflanzung von Nutzholzwäldern oder der Viehzucht. Das klingt fast nach einer neuen Art von Landwirtschaft, die nicht nur den Geldbeutel füllt, sondern auch die Gemeinschaft stärkt. Es ist eine wahre Herausforderung, aber die Ergebnisse werden jährlich bewertet, was für alle Beteiligten einen Anreiz schafft, weiterzumachen.
Die Hoffnung ist, dass durch diese Bemühungen umfassende Veränderungen in der Wirtschaft, Kultur und im sozialen Leben stattfinden. Das Ziel des Ersten Parteitags der Gemeinde Long Quang für 2025–2030 ist die weitgehende Beseitigung der Armut bis 2030. Ein ambitioniertes Vorhaben, das nur gelingen kann, wenn die Menschen zusammenhalten und sich aktiv für ihr Wohl einsetzen. Die Überzeugung, dass nachhaltige Armutsbekämpfung möglich ist, wird durch den starken Willen der Bürger gestützt.
EU und die Bekämpfung von Armut
<pAber auch außerhalb von Long Quang gibt es Bestrebungen, die Armut zu bekämpfen. Die EU unterstützt ihre Mitgliedstaaten im Kampf gegen soziale Ausgrenzung und Diskriminierung. Es ist faszinierend zu sehen, wie die rechtlichen Grundlagen, wie der Artikel 3 Absatz 3 des Vertrags über die EU, eine wichtige Rolle spielen. Diese Schritte zielen darauf ab, den sozialen Zusammenhalt in der europäischen Gesellschaft zu stärken. Aber wie oft hören wir von den Fortschritten? Die Realität zeigt, dass die Strategie Europa 2020 in vielen Punkten nicht die gewünschten Ziele erreicht hat.
Dennoch sind die Anstrengungen nicht umsonst. Mit dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) stehen für 2021–2027 fast 99,3 Milliarden Euro zur Verfügung, von denen 25 % für gesellschaftliche Inklusion reserviert sind. Das ist eine solide Grundlage für Projekte, die Menschen in Not helfen sollen. Besonders interessant finde ich den Aktionsplan zur Europäischen Säule sozialer Rechte, der darauf abzielt, die Zahl der in Armut lebenden Menschen bis 2030 um mindestens 15 Millionen zu verringern. Das klingt nach einem echten Plan, der nicht nur als Lippenbekenntnis dient.
Ein Blick in die Zukunft
Wir stehen hier also an einem spannenden Punkt. Long Quang und die EU – zwei Welten, die sich in ihren Herausforderungen zwar unterscheiden, aber doch eines gemeinsam haben: den unermüdlichen Kampf gegen Armut. Wenn ich darüber nachdenke, wird mir klar, dass jeder kleine Schritt zählt. Ob es darum geht, in einem kleinen Dorf in Vietnam den Wohlstand zu fördern oder in Europa die sozialen Rechte zu stärken, es sind die Menschen, die den Unterschied machen. Und vielleicht, nur vielleicht, können wir alle von diesen Geschichten lernen und uns inspirieren lassen.