Heute ist der 8.05.2026 und wir werfen einen Blick auf die Tafel in Erlangen, die sich seit nunmehr 30 Jahren für bedürftige Menschen in der Region stark macht. Ein ganzes Stück Geschichte, die sich in den vier Ausgabestellen in Erlangen, Büchenbach, Baiersdorf und Herzogenaurach abspielt. Die Tafel hat sich als unverzichtbare Anlaufstelle etabliert, nicht nur für Menschen in finanziellen Schwierigkeiten, sondern auch für junge Familien, Studierende und Menschen mit chronischen Erkrankungen, die zunehmend auf Unterstützung angewiesen sind.

Die Diakonie Erlangen steht als Träger hinter dieser wichtigen Einrichtung. Ihr Motto „Lebensmittel retten. Menschen helfen“ bringt es auf den Punkt. An sechs Tagen in der Woche sammeln engagierte Ehrenamtliche wie Mathilde Lebensmittel – frisches Obst, knackiges Gemüse, Fleisch, Milchprodukte und sogar Blumen – bei Supermärkten. In einer Welt, in der so viele Lebensmittel weggeworfen werden, ist es einfach nur genial, dass hier Menschen zusammenkommen und helfen, was sie können.

Die Herausforderungen der Tafel

Doch der Betrieb der Tafel ist nicht ohne Herausforderungen. Die Kosten für Transport, Kühlung und Hygienematerialien steigen kontinuierlich. Besonders die hohen Benzin- und Energiepreise setzen dem Budget zu. Und das ist nicht alles: Die regelmäßige Wartung der Transportfahrzeuge, stabile Kisten für die Lebensmittel und Arbeitskleidung für die Helfer – all das muss finanziert werden. Da ist Kai Stähler, der Vorstandsvorsitzende der Stadtmission Nürnberg und Diakonie Erlangen, nicht müde, die Menschen zur Unterstützung der Tafel zu bewegen. „Wir brauchen Ihre Hilfe“, ruft er in die Runde, und jeder kann es spüren: Die Not ist real.

Ein eindrückliches Beispiel ist Gerlinde, eine Nutzerin der Tafel, die offen über ihre Abhängigkeit von dieser Unterstützung spricht. Ihre Geschichte ist nicht allein; viele Menschen in der Region sind in einer ähnlichen Lage. Die Abholung und Ausgabe der Lebensmittel wäre ohne die unermüdlichen freiwilligen Helfer schlichtweg unmöglich. Das Team der Tafel ist ein bunt gemischter Haufen, der zusammenarbeitet, um das Leben vieler Menschen ein kleines Stückchen besser zu machen.

Ein Aufruf zur Solidarität

Und so kommt es, dass die Tafel um finanzielle Unterstützung bittet. Jeder Euro zählt! Das Tafel-Mobil, welches besonders ältere oder chronisch kranke Menschen beliefert, wird durch Spenden finanziert. Wenn man darüber nachdenkt, wie wichtig es ist, dass auch die Schwächsten unter uns nicht auf der Strecke bleiben, wird einem klar, dass hier eine Gemeinschaft am Werk ist, die zusammenhält. Es ist nicht nur eine Frage des Gebens, sondern auch des Teilens – von Lebensmitteln, von Hoffnung und von Menschlichkeit.

In einer Zeit, in der die Gesellschaft mit vielen Herausforderungen kämpft, von sozialen Ungleichheiten bis zu den steigenden Lebenshaltungskosten, ist es mehr denn je wichtig, solche Initiativen wie die Tafel zu unterstützen. Sie sind ein Lichtblick in der Dunkelheit, eine Hand, die reicht, wenn es am dringendsten gebraucht wird. Und das Beste daran? Jeder kann Teil dieser positiven Entwicklung sein und helfen, wo er kann. Packen wir es an!