Digitale Gesundheit im Aufbruch: Zwischen Hoffnung und Chaos in Erlangen
Heute ist der 23.07.2026 und in Erlangen tut sich einiges im Bereich der digitalen Gesundheit. Künstliche Intelligenz und Automatisierung sind nun auch in deutschen Krankenhäusern und Apotheken angekommen. Das klingt ja erst einmal nach Science-Fiction, aber wenn man sich die Dissertation von Dr. Jacqueline Bauer von der Universität Erlangen-Nürnberg anschaut, merkt man schnell, dass wir schon mitten im Geschehen stecken. Sie hat die Wirksamkeit der Meona-CDSS an 160 Patienten untersucht, und die Ergebnisse sind überraschend: 82% der generierten Warnhinweise waren technisch korrekt, doch nur 20% wurden als wirklich relevant für die Patienten eingestuft. Hmm, da fragt man sich doch, ob diese Systeme wirklich so hilfreich sind oder ob sie nicht mehr Chaos als Nutzen stiften.
Ein weiteres Problem sind die zahlreichen klinisch weniger bedeutenden Alarme, die die Effizienz im Klinikalltag beeinträchtigen. Ein Stationsapotheker dokumentierte 244 manuelle Interventionen zur Therapieoptimierung, und was soll ich sagen? 92% wurden vom medizinischen Personal auch tatsächlich umgesetzt! Das zeigt, dass digitale Systeme zwar die pharmazeutische Expertise unterstützen, sie aber nicht ersetzen können. Und das ist gut so! Schließlich sollen die Menschen nicht ganz durch Maschinen ersetzt werden, oder?
Die Herausforderung der Digitalisierung
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen hat sich wie eine Rakete entwickelt, die mehrere Vorstufen durchlaufen musste. Die Einführung der elektronischen Patientenakte (EPA) ist ein Beispiel dafür. Leider gab es dabei ein Hauptproblem: die fehlende Anbindung der Leistungserbringer wie Ärzte und Apotheken. Der Datenaustausch mit Behandelnden war oft ein Abenteuer für sich. Die Interoperabilität zwischen den verschiedenen Systemen ließ mehr als zu wünschen übrig. Ein Wechsel vom Opt-in- zum Opt-out-Verfahren hat zwar einige Fortschritte gebracht, aber das Vertrauen der Versicherten muss erst noch gewonnen werden. Die Techniker Krankenkasse hat eine große Anschreibeaktion gestartet, um die Versicherten zu informieren, aber die Widerspruchsrate blieb unter den Erwartungen. Wenn ich so darüber nachdenke, könnte man sagen, dass die meisten Menschen einfach nicht wissen, was sie verpassen!
Ein praktisches Beispiel für den Nutzen der elektronischen Patientenakte zeigt sich in Notfallsituationen. Wenn ein Patient ohne Informationen über Vorerkrankungen behandelt werden muss, kann die EPA Gold wert sein. Dennoch ist der Zugriff auf Patientendaten an strenge Datenschutzauflagen gebunden, und unterschiedliche Zugriffsrechte für Notfallmediziner und niedergelassene Ärzte machen die Sache auch nicht einfacher. Die Herausforderung, dass viele Daten in der EPA unstrukturiert sind, erschwert die maschinelle Verarbeitung erheblich. So hat die Techniker Krankenkasse versucht, unstrukturierte Dokumente mit KI zu verschlagworten – nur um dann festzustellen, dass es an den notwendigen Trainingsdaten mangelt. Man könnte fast die Augen rollen!
Ein Blick in die Zukunft
Am 15. Juli 2026 hat das St. Marien-Krankenhaus Siegen Unit-Dose-Automaten zur Medikamentenausgabe eingeführt. Das klingt nach einer cleveren Lösung! Die Medikamente werden individuell verpackt und mit einem Barcode versehen, der vor der Gabe mit dem Patientenarmband abgeglichen wird. Ziel ist es, Verwechslungen auszuschließen und die Pflegekräfte von administrativen Aufgaben zu entlasten. Manchmal fragt man sich, ob wir nicht einfach die ganze Sache automatisieren sollten, aber ich persönlich glaube, dass der menschliche Faktor immer wichtig bleiben wird.
Die digitale Entwicklung ist auch eine Reaktion auf den Fachkräftemangel und die alternde Bevölkerung. Die skandinavischen Länder sind da schon einen Schritt weiter und nutzen KI-gestützte Systeme, um Pflegekräfte bei Behandlungsentscheidungen zu unterstützen. Deutschland hat hier noch Nachholbedarf, kann aber von den Fehlern anderer Länder lernen. Die Interoperabilität der Daten ist nach wie vor eine Herausforderung, mit rund 200 verschiedenen IT-Systemen, die in Deutschland im Einsatz sind.
Die elektronische Patientenakte wird sich weiterentwickeln, und strukturiertes Datenmanagement ist entscheidend für zukünftige digitale Initiativen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Dinge entwickeln und ob wir es schaffen, die digitale Revolution im Gesundheitswesen wirklich zu meistern. Ich glaube, wir sollten pragmatischer werden, um digitale Lösungen effektiv zu nutzen und aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen.
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