In Dorfen, einem kleinen, charmanten Ort in Bayern, hat kürzlich das erste internationale Orgel-Symposium seine Pforten geöffnet – und das bis Sonntag. Die Eröffnung wurde mit einem feierlichen Empfang im Rathaus durch Bürgermeister Claudius Siebert eingeleitet. Es geht um mehr als nur Musik; es ist eine Hommage an ein Instrument, das in der Region eine lange Tradition hat.

Der Star des ersten Abends war Massimiliano Raschietti, Professor für Orgel in Verona. Er entführte die Zuhörer in die Klangwelten italienischer Komponisten des 16. und 17. Jahrhunderts. In der Marktkirche St. Veit erlebte man pure Klangmagie. Über 200 Privatpersonen und der Cäcilienverein haben zur Finanzierung der neuen Renaissance-Orgel beigetragen, die mit 627 Pfeifen und einem Preis von 325.000 Euro eine echte Augenweide ist. Übrigens, 80.000 Euro kamen durch Patenschaften für die 370 Pfeifen zusammen – eine großartige Gemeinschaftsleistung!

Klangvolle Veranstaltungen

Das Symposium hat einiges zu bieten: Konzerte mit internationalen Spitzenorganisten und spannende Vorträge zu Themen wie „Tasti spezzati und Instrumentum perfectum“. Am Freitag wird Martin Riccabona die Zuhörer mit italienischer und deutscher Orgelmusik begeistern. Und am Samstag wird das Symposium mit einem Konzert von Studierenden der Hochschule für Musik und Theater München seinen krönenden Abschluss finden. Das alles findet in der St. Veit Kirche statt, wo die neue Renaissance-Orgel, die nach italienischem Vorbild gebaut wurde, besonders gut zur Geltung kommt. Sie ist die erste ihrer Art in der Erzdiözese München-Freising und eignet sich hervorragend für kammermusikalische Besetzungen.

Besonders spannend ist, dass die Orgel nur ein Manual hat, was sie von größeren Orgeln unterscheidet. Ernst Bartmann, der die Idee zum Bau anregte, kann stolz sein auf das, was daraus geworden ist. Während des Symposiums werden auch musikalische Meisterklassen für Studierende angeboten, was die Veranstaltung zu einem wahren Eldorado für angehende Musiker macht.

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Ein Fest für die Sinne

Die Konzerte beginnen jeden Abend um 19.30 Uhr und bieten ein Programm, das Barockmusikliebhaber in Verzückung versetzen dürfte. Am 28. Mai wird Bernhard Haas mit „Eine Reise durch Europa“ das Publikum in seinen Bann ziehen. Es ist eine Woche voller musikalischer Höhepunkte und ein Fest für die Sinne. Am Sonntag schließlich wird ein ökumenischer Gottesdienst um 11:30 Uhr stattfinden, musikalisch begleitet von Bartmann und Johanna Schumertl. Es wird ein schöner Abschluss für ein Symposium, das Künstler und Musikliebhaber aus aller Welt zusammenbringt.

Das Orgel-Symposium in Dorfen ist nicht nur ein kulturelles Ereignis, sondern auch ein Beweis für die lebendige Musikszene in der Region. Es zeigt, wie Musik Menschen verbinden kann und wie wichtig es ist, diese Traditionen zu bewahren. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich die Konzerte nicht entgehen lassen – es wird sicher ein unvergessliches Erlebnis!