Heute ist der 18.05.2026 und in Erding wird gefeiert! Die Isar-Sempt-Werkstätten hatten zur Abschlussfeier von 13 Absolventen geladen, und das Ereignis war ein bunter Strauß an Emotionen, Stolz und einer Prise Wehmut. Nach zwei Jahren und drei Monaten harter Arbeit, die an den Standorten Erding, Freising und Burgharting stattfand, war es endlich soweit: Die Absolventen hielten ihre Zertifikate in den Händen – selbst hergestellte Holzrahmen, die mehr als nur ein Stück Holz sind, sondern Symbole für ihren Erfolg und die Mühen, die sie auf sich genommen haben.

Die Ausbildungsinhalte waren vielfältig und reichten von Metall- und Holzverarbeitung über Montage und Verpackung bis hin zur Küche. Markus Vater, der Ausbildungsleiter, erzählte von Anfangsschwierigkeiten, die sich im Verlauf der Zeit in Wohlgefallen auflösten. Gerade die positiven Entwicklungen der Absolventen, wie die von Maximilian Würzinger und Emily Peter, zeugen von der Stärke und dem Engagement, das in den Werkstätten vorherrscht. Besonders hervorzuheben sind Isabel Krug und Anisa Shabani, die mit ihren besonderen Leistungen glänzten.

Herausforderungen und Meilensteine

Albert Wittmann, der Geschäftsführer, bezeichnete diesen Abschluss als echten Meilenstein. Ein schöner Moment, der jedoch nicht ohne Herausforderungen kam. Die Deindustrialisierung in Deutschland macht auch vor den Werkstätten nicht halt. Der Rückgang des Jahresumsatzes von 2 Millionen auf 1,4 Millionen Euro ist alarmierend, und im schlimmsten Fall könnte es sogar zu Lohnsenkungen für die Werkstattmitarbeiter kommen. Das macht nachdenklich, aber dennoch bleibt der Fokus auf das Positive gerichtet: Viele Absolventen haben vor, in den Werkstätten zu bleiben, um weitere Fertigkeiten zu erlernen und sich weiterzuentwickeln.

Ein Ziel bleibt klar: Die Integration in den ersten Arbeitsmarkt für fähige Absolventen. Emily Peter hat bereits einen Arbeitsplatz in der Hauswirtschaft gefunden – ein erster Schritt in die Selbstständigkeit. Die Feier wurde von der Musikgruppe der Werkstätten umrahmt, und es gab leckeres Essen und Trinken. Man fühlte sich wohl, fast wie in einer großen Familie.

Ein Platz für alle

Arbeiten bedeutet für viele Menschen, auch für Menschen mit Behinderung, weit mehr als nur einen Job. Es geht darum, einen Platz in der Gesellschaft zu finden, Stolz zu empfinden und gebraucht zu werden. Die Isar-Sempt Werkstätten GmbH spielt dabei eine entscheidende Rolle, indem sie Menschen mit Behinderung bei der beruflichen Integration unterstützt. Fachkräfte aus Industrie und Handwerk leiten die Mitarbeitenden an und erhalten dabei Unterstützung von Pädagog*innen, die jedem Einzelnen zur Seite stehen.

Zusätzlich zur Arbeitsausbildung gibt es ein breites Spektrum an Angeboten, wie Malen, Musik, Krankengymnastik und Volkstanz. Diese Aktivitäten tragen nicht nur zur beruflichen, sondern auch zur persönlichen Entwicklung bei. Die Absolventen sind nicht nur gut ausgebildet, sie sind auch Menschen, die sich in ihrer Freizeit kreativ betätigen und Gemeinschaft erleben können. Das ist es, was die Isar-Sempt-Werkstätten so besonders macht.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen Weg begleitet haben – und an die Absolventen: Möge euer Weg weiterhin so strahlend sein wie der heutige Tag!