In Erding, einer Stadt, die für ihre herzliche Atmosphäre bekannt ist, fand kürzlich ein informativer CSU-Stammtisch im Wirtshaus Kreuzeder statt. Burkhard Köppen warf dabei einen Blick auf die tragende Rolle, die ehrenamtliches Engagement im Gesundheitswesen spielt. Insbesondere in Zeiten, in denen Bund, Land und Kommunen finanziell unter Druck stehen, sind ehrenamtliche Strukturen unverzichtbar, um Lücken im Gesundheitssystem zu schließen.

Dr. Ludwig Rudolf stellte den seit drei Jahren bestehenden Förderverein Klinikum Erding vor, der mittlerweile etwa 60 Mitglieder zählt. Mit einem beeindruckenden Betrag von rund 65.000 Euro hat der Verein bereits einen wertvollen Beitrag geleistet, unter anderem durch die Finanzierung eines neuen Systems in der Herzkatheter-Diagnostik. Ziel des Fördervereins ist es, das positive Image der Klinik in der Bevölkerung zu fördern und den Fortbestand der Kliniken im Landkreis zu sichern.

Ehrenamt als Schlüsselressource

Die Notwendigkeit für ein starkes ehrenamtliches Engagement wird umso deutlicher, wenn man bedenkt, dass in anderen Landkreisen wie Mainburg oder Kelheim Kliniken bereits infrage gestellt wurden. Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) setzt sich aktiv für die Kliniken im Erdinger Raum ein und fordert die Bürger auf, sich Gedanken über ihre Krankenhausversorgung zu machen. Die Herausforderungen sind groß, denn in vielen Regionen gibt es Defizite, die in einigen Fällen bis zu 12 Millionen Euro betragen.

Ein weiterer Aspekt, den Dr. Rudolf hervorhob, ist die Unterstützung in der Weiterbildung von Pflegekräften. Der Förderverein könnte hier eine entscheidende Rolle spielen, da Kliniken oftmals Schwierigkeiten haben, die Kosten für Weiterbildungen, die bis zu 8000 Euro betragen können, selbst zu tragen. Optimistisch blickt Rudolf auf die Zukunft der zwei Klinikstandorte in Erding und Dorfen, während geplante Investitionen von rund 100 Millionen Euro für die Notaufnahme in Aussicht stehen.

Engagieren Sie sich!

Das Klinikum Landkreis Erding sucht dringend nach ehrenamtlicher Unterstützung an den Standorten Erding und Dorfen. Interessierte sollten bereit sein, einmal pro Woche etwa drei Stunden Zeit zu investieren. Gefragt sind Einfühlungsvermögen, Kontaktfreudigkeit, Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und Verschwiegenheit. Um den Einstieg zu erleichtern, wird ein eintägiges Einführungs-Seminar angeboten, gefolgt von einer ausführlichen Einarbeitung im Krankenhaus.

Ehrenamtliche werden nicht nur mit regelmäßigen Treffen und Vorträgen zur Weiterbildung unterstützt, sondern erhalten auch eine Dienstkleidung, ein Mittagessen am Einsatztag sowie eine Fahrtkostenerstattung. Während des Einsatzes im Krankenhaus und auf dem Weg dorthin sind sie zudem versichert. Wer Interesse hat, kann sich telefonisch unter 08122 59-1738 oder per E-Mail an gruene.damen@klinikum-erding.de an das Klinikum wenden.

In Anbetracht der Herausforderungen, vor denen das Gesundheitssystem steht, ist ehrenamtliches Engagement nicht nur eine Möglichkeit, etwas zurückzugeben, sondern auch eine Chance, aktiv zur Verbesserung der Versorgung in der Region beizutragen. Der Förderverein Klinikum Erding und die engagierten Bürger sind der Schlüssel, um die Gesundheitsversorgung in Erding nachhaltig zu stärken.