600 Jahre Schützengeist: Erding feiert ein königliches Jubiläum
Heute ist der 21.07.2026 und in Erding steht alles im Zeichen eines ganz besonderen Jubiläums. Die königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Erding, die älteste Gesellschaft dieser Art in der Stadt, feiert ihr 600-jähriges Bestehen! Ja, richtig gehört – 600 Jahre Tradition, Gemeinschaft und Schießsport! Die erste urkundliche Erwähnung geht zurück ins Jahr 1426. Das ist eine lange Zeit, und da wird natürlich groß gefeiert!
Der Festakt fand im Weißbräu statt, und das nicht ohne Grund. Anwesend waren nicht nur die Mitglieder der Feuerschützengesellschaft, sondern auch Prinz Christoph von Bayern mit seiner Gattin Gudila. Ein wirklich königlicher Auftritt, der die Bedeutung dieses Jubiläums unterstrich. Schützenmeister Andreas Mayr betonte in seiner Rede, wie wichtig es ist, dass die Schützen geschlossen in der Öffentlichkeit auftreten. Das stärkt nicht nur den Zusammenhalt, sondern auch das Ansehen der Gesellschaft. Oberbürgermeister Max Gotz hob besonders die hervorragende Jugendarbeit der FSG hervor. Man merkt, dass hier etwas Besonderes geleistet wird!
Die Feierlichkeiten und ihre Höhepunkte
Die Vorfreude auf die Feierlichkeiten im nächsten Jahr ist greifbar! Die FSG plant ein umfangreiches Programm, das sich über das ganze Jahr erstrecken wird. Das Sebastiansschießen im Januar, das Sektionsschießen im März, bei dem auch andere Vereine eingeladen sind, und eine spannende Vorstellung einer Chronik, die die Geschichte der FSG und anderer Erdinger Schützenvereine beleuchtet – das klingt nach einem bunten Strauß an Ereignissen! Besonders gespannt sind alle auf den Festgottesdienst und den Festvortrag am 14. Juni 2026. Und nicht zu vergessen: die Schützenscheibe, gestaltet von Karl Mayer und gefertigt von Hubert Sandtner, wird beim Sektionsschießen im März vorgestellt und ausgeschossen.
Die Bedeutung der Schützenvereine in der Vergangenheit und heute wurde auch von Georg Bauernfeind in seiner Festrede betont. Er stellte die Verantwortung der Schützen in den historischen Kontext und machte deutlich, wie sich die Gesellschaft im Laufe der Jahrhunderte gewandelt hat, ohne dabei ihre Identität zu verlieren. Ein großer Applaus für seinen Vortrag zeugte von der Wertschätzung aller Anwesenden.
Aktuelle Herausforderungen und die Zukunft
Doch die FSG steht nicht nur im Zeichen der Feierlichkeiten. Eine Herausforderung bleibt die Nachwuchsgewinnung, insbesondere bei Jugendlichen. Die Mitgliederzahl liegt aktuell bei 44, und es kommen etwa 20 bis 25 regelmäßig zum Schießen und Austausch zusammen. Geselligkeit und sportliches Schießen sind die Herzstücke des Vereinslebens, und es gibt Bestrebungen, diese Tradition auch in Zukunft lebendig zu halten.
Aktuell gibt es leider keinen eigenen Schießstand mehr, seit 2017 trainiert die FSG bei den Wildschützen in Erding/Kehr. Es gibt zwar eine Zusage für Räumlichkeiten im Mayr Wirt Areal, aber konkrete Pläne stehen noch aus. Umso mehr freut man sich auf das Bürgerschießen beim Altstadtfest, welches 2026 zum vierten Mal veranstaltet wird und sich fest im Kalender der Erdinger etabliert hat. Das zeigt, dass die FSG trotz aller Herausforderungen aktiv bleibt und sich in der Gemeinschaft engagiert.
Ein Vortrag von Dr. Kronseder im Herbst 2026 im Franz-Xaver-Stahl-Museum zur Geschichte des Erdinger Schützenwesens wird sicherlich ebenfalls ein Highlight sein. Der Blick zurück, verbunden mit einem klaren Fokus auf die Zukunft – so könnte man die Philosophie der FSG zusammenfassen. Und so feiert Erding nicht nur ein Jubiläum, sondern auch die lebendige Tradition, die tief in der Stadt verwurzelt ist.
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