Heute ist der 28.05.2026 und in Ebersberg gibt es in den kommenden Tagen ein spannendes Event, das aufhorchen lässt! Am 10. Juni wird Dr. Heiko Wendorff, Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Ebersberg München Ost, einen Vortrag über die Gesundheit der Halsschlagader halten. Ein Thema, das vielleicht nicht jedem so präsent ist, aber durchaus wichtig. Die Halsschlagader, auch Carotis genannt, hat die wichtige Aufgabe, unser Gehirn mit Blut zu versorgen. Doch was passiert, wenn diese Adern verengt sind? Leider kann das zu Schlaganfällen führen – und das gilt es zu vermeiden!

Wir alle wissen, dass in der heutigen Zeit viele Faktoren unser Gefäßsystem belasten können. Dr. Wendorff wird in seinem Vortrag auf die vier großen Risikofaktoren für Gefäßschäden eingehen. Da haben wir zum einen den Diabetes, der durch erhöhte Blutzuckerwerte die Innenwände der Blutgefäße angreift. Und dann ist da der Blutdruck – insbesondere der systolische Wert sollte zwischen 120 und 130 mmHg liegen, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Hohe Cholesterinwerte, speziell der LDL-Wert, sind ebenfalls ein großes Thema. Hier kommen die Ablagerungen ins Spiel, die das Blut nicht mehr ungehindert fließen lassen. Und last but not least: das Rauchen! Nikotin ist nicht nur unangenehm, sondern schädigt auch die Gefäßwände – ein Grund mehr, um den Glimmstängel abzulegen.

Warnsignale erkennen

Wusstet ihr, dass es ein Warnsignal gibt, das auf Probleme mit der Halsschlagader hinweisen kann? Amauris fugax – das klingt mysteriös, oder? Es handelt sich um einen kurzzeitigen Sehausfall auf einer Seite, der sofort zur Untersuchung der Halsschlagader führen sollte. Denn je eher man handelt, desto besser! Die Diagnose einer Carotisstenose erfolgt in der Regel durch eine Ultraschalluntersuchung, oft beim Hausarzt. In Ebersberg gibt es sogar ein Präventionsprojekt namens INVADE, das kostenlose Untersuchungen für bestimmte Versicherte anbietet. Wie praktisch!

Wenn bei der Untersuchung eine Carotisstenose festgestellt wird, entscheidet das Klinikum Ebersberg, ob eine Operation notwendig ist. Oftmals sind Kontrolle und Medikation jedoch ausreichend. Dazu gehört eine optimale medikamentöse Therapie, die unter anderem blutverdünnende Medikamente und Blutfettsenker umfasst. Antidiabetika können helfen, den Blutzucker zu regulieren, während Blutdrucksenker die Werte stabil halten. Bei asymptomatischen Stenosen wird die Entscheidung zur Revaskularisation je nach individuellem Befund getroffen. Das hängt auch vom Alter und der Lebenserwartung der Patienten ab – eine sehr persönliche Angelegenheit.

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Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung von Gefäßverengungen ist mittlerweile gut etabliert. Die Ärzte empfehlen oft ein abwartendes Vorgehen mit regelmäßigen Kontrollen, besonders bei höhergradigen Stenosen. Doch wenn es um symptomatische Karotisstenosen geht, sollte immer eine Revaskularisation angestrebt werden. Hier stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung: von der klassischen Operation über die Ballondilatation bis hin zur Stentimplantation. Letztere erfolgt in lokaler Hautbetäubung und ist dank moderner Techniken relativ schonend. Die Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I hat über 25 Jahre Erfahrung in der interventionellen Therapie der Karotisstenose – das spricht für sich!

Langzeituntersuchungen zeigen, dass die Erfolgsquote bei Ballondilatation und Stentimplantation hoch ist und die Komplikationsrate gering bleibt. Das ist doch beruhigend, oder? Wenn man bedenkt, welche Risiken durch eine verengte Halsschlagader entstehen können, ist es umso wichtiger, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und die eigene Gesundheit im Blick zu behalten.