Landwirte am Limit: Zwischen Existenzangst und Hoffnung im Donau-Ries
Heute ist der 15.07.2026 und wir blicken in die Gesichter der Landwirte im schönen Donau-Ries. Bei einem Treffen der BBV-Kreisvorstandschaft mit Staatssekretär Ulrich Lange war die Stimmung alles andere als rosig. Anlass war ein agrarpolitisches Gespräch, initiiert von Karlheinz Götz, dem Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes. Es ging um die Zukunft der deutschen und bayerischen Landwirtschaft im internationalen Wettbewerb – ein Thema, das nicht nur die Stimmung, sondern auch die Existenz vieler Betriebe betrifft.
Karlheinz Götz sprach von einer „dramatischen wirtschaftlichen Lage“ in der Landwirtschaft. Die Wirtschaftlichkeit in nahezu allen Produktionsbereichen, sei es Getreide, Kartoffeln, Zuckerrüben, Milch oder die Rinder- und Schweinehaltung, lasse zu wünschen übrig. Die Landwirte sehen sich mit einer mageren Erlössituation konfrontiert, was zu extremen Liquidationsschwierigkeiten führt. Besonders die Schweinehaltung hat es schwer – Betriebe müssen in Tierwohlställe investieren, steigen aber nach drei Jahren wieder aus dem Programm aus. Wie soll man da noch nachhaltig wirtschaften können?
Ein Blick auf die Herausforderungen
Susanne Löfflad, die Kreisbäuerin, äußerte klar, dass unter diesen Bedingungen nachhaltige Landwirtschaft kaum möglich sei. „Es ist einfach frustrierend“, könnte man fast hören, wie sie die Sorgen ihrer Kollegen beschreibt. Die steigenden Kosten für Energie, Düngemittel und Sozialabgaben setzen dem Ganzen die Krone auf. Friedrich Weng, der stellvertretende Kreisobmann des BBV, sprach von einer Stimmung, die „auf einem absoluten Tiefstand“ sei. Man kann sich nur vorstellen, wie die Gesichter der Landwirte bei diesen Worten ausgesehen haben müssen – müde, besorgt, irgendwie auch wütend.
Doch Staatssekretär Lange zeigte Verständnis für die Anliegen der Landwirte und erwähnte Maßnahmen der neuen Bundesregierung, wie die Rückerstattung der Agrardieselsteuer. Ein kleiner Lichtblick in dieser dunklen Zeit? Vielleicht, aber die tiefgreifenden Veränderungen, die in der Landwirtschaft nötig wären, stehen noch aus. Es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen wirklich helfen, oder ob sie nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind.
Ein Ausblick auf die Zukunft
Der internationale Wettbewerb ist nicht nur ein Schlagwort, sondern ein schleichender Druck. Die Landwirtschaft steht vor der Herausforderung, nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch zu bestehen. Die Frage bleibt: Wie kann man die Balance finden zwischen der Notwendigkeit, Gewinne zu erwirtschaften und der Verantwortung gegenüber Natur und Tieren? In der Runde in Donauwörth wurde klar, dass viele Landwirte ratlos sind.
Ein bisschen Hoffnung schimmert durch die Gespräche, es gibt Initiativen, die versuchen, neue Wege zu beschreiten. Aber die Realität bleibt hart. Landwirtschaft ist mehr als nur ein Beruf; es ist eine Lebensart, die durch die gegenwärtigen Rahmenbedingungen stark gefährdet ist. Und das spürt man in jedem Wort, in jeder Miene, in jedem Gedanken, der zwischen den Landwirten hin und her geht.
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