Der Frühling ist endlich da und mit ihm die große Gartenzeit – die Luft riecht nach frischer Erde, und die ersten Sonnenstrahlen laden alle Hobbygärtner in Donau-Ries ein, ihre grünen Oasen zu pflegen. Sophia Och, die Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Donau-Ries, hat einige wertvolle Tipps parat, die jedem Gärtner helfen, seine Pflanzen gesund und munter durch die Saison zu bringen. Das ist ja auch wichtig, denn nichts ist schlimmer, als wenn die Lieblinge im Garten dahinsiechen, weil man sie nicht richtig behandelt hat.

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um Stauden zurückzuschneiden. Das hat einen praktischen Grund: Wenn man das im Frühling macht, schützt man die Insekten, die sich vielleicht in den Pflanzen versteckt haben. Rosen hingegen sollten bereits einen Schnitt erhalten haben, und ein guter Richtwert hierfür ist das Blühen der Forsythien – wenn die gelben Blüten leuchten, ist die Zeit des Schaffens gekommen. Bei Strauchrosen empfiehlt es sich, alte Triebe zu entfernen, während niedrigere Rosen etwas großzügiger zurückgeschnitten werden dürfen. So gibt man den Pflanzen die Chance, kräftiger und schöner zu blühen.

Schneidetechniken für Rosen

Doch wie schneidet man Rosen richtig? Eine gute Frage! Starke Triebe sollten nicht zu kräftig bearbeitet werden, denn das Ziel ist es, die Kraft gleichmäßig auf viele Knospen zu verteilen. Das Ergebnis? Zahlreiche, aber kürzere und schwächere Neutriebe. Bei schwachen Trieben sieht das etwas anders aus: Diese dürfen kräftig gekürzt werden, was dazu führt, dass weniger, aber dafür längere und stärkere Triebe entstehen. Die Blütenbildung hängt zudem von der Rosenklasse ab – die stärkste findet meistens am ein- oder zweijährigen Holz statt. Ein wenig Theorie ist also auch beim praktischen Gärtnern gefragt!

Wenn die Rosen dann frisch geschnitten sind, sollte man sich um das Unkraut kümmern. Unkraut sollte man nicht fräsen, denn das fördert nur dessen Verbreitung. Stattdessen ist es besser, alte Pflanzreste und Unkraut gründlich zu entfernen, um die Vermehrung zu verhindern. Und was ist mit Flieder? Den sollte man nach der Blüte ausbrechen, damit sich keine Samen bilden. Manchmal ist weniger mehr, und das gilt besonders im Garten.

Beete in Form bringen

Bevor man die Beete wieder zum Blühen bringt, ist es wichtig, sie auf Vordermann zu bringen. Altes Laub kann dabei ruhig bei Büschen bleiben, als Kompost ist es eine wahre Wohltat. Das Mulchen der Beete nach der Aufheizphase Ende Mai ist dann auch eine gute Idee, um den Boden feucht zu halten und das Wachstum zu fördern. Apropos Boden: Eine dünne Schicht Kompost ist immer vorteilhaft, und das Düngen sollte nicht vergessen werden. Ein gut versorgter Boden ist eine wahre Schatztruhe für Pflanzen!

Jetzt ist auch die Pflanzzeit für Stauden und Kräuter gekommen. Obstbäume hingegen sollten besser im Winter gepflanzt werden. Wer sich für Frühjahrs-Pflanzungen von Gehölzen entscheidet, muss sich auf eine intensive Gießrunde einstellen – je später man pflanzt, umso schwieriger wird es. Und bei frostempfindlichen Pflanzen wie Geranien oder Petunien gilt: Bis nach den Eisheiligen sollte man unbedingt warten. Kübelpflanzen können zwar schon eher nach draußen, aber achte auf die Nachttemperaturen! Tagsüber nach draußen, nachts wieder rein – das kann schon mal stressig werden!

Für all diese Fragen und viele weitere Tipps stehen die Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Donau-Ries bereit. Sie sind die perfekten Ansprechpartner für Gartenbauvereine und Bürger, die ihre grüne Leidenschaft ausleben möchten. Denn am Ende des Tages gibt es doch nichts Schöneres, als einen blühenden Garten, der mit viel Liebe und Wissen gestaltet wurde!