Am Montag, dem 4. Mai 2023, verstarb Monsignore Herbert Lang in Donauwörth im Alter von 89 Jahren, nachdem er eine schwere Krankheit durchleiden musste. Sein Lebensweg war geprägt von einem unermüdlichen Engagement für die Kirche und die Menschen in seiner Umgebung. Geboren am 31. Oktober 1936 in Tagmersheim, begann sein Werdegang mit einem Studium der Philosophie und Theologie, das schließlich zur Priesterweihe am 29. Juni 1962 im Hohen Dom zu Eichstätt führte.
Die Primizfeier am 8. Juli 1962 im Schlosspark zu Tagmersheim war ein echtes Spektakel – mehr als 6000 Menschen kamen zusammen, um diesen bedeutenden Moment zu feiern. Sechs Jahre als Kaplan folgten, bevor er sich für ein weiteres Studium in München beurlauben ließ. Dort erwarb er die pädagogische Prüfung für das Lehramt am Gymnasium, was ihm den Weg ebnete, Religionslehrer am Ostendorfer-Gymnasium in Neumarkt zu werden. Ab September 1969 prägte er generationsübergreifend die jungen Menschen, die ihm anvertraut waren.
Ein Leben voller Engagement
Doch Monsignore Lang war nicht nur Lehrer, sondern auch ein aktiver Teil der Gemeinschaft. 1972 wurde er in den Kreistag gewählt und setzte sich für die Belange der Menschen in seiner Heimat ein. Nach einer 18-jährigen Abwesenheit kehrte er zurück in den Heimatlandkreis Donau-Ries, wo er 1987 von Bischof Karl Braun zum Pfarrer der Pfarrei St. Emmeram in Wemding ernannt wurde. 1990 konnte er stolz den neuen Kindergarten St. Emmeram einweihen. Zudem übernahm die Kirchenstiftung St. Emmeram die Trägerschaft für den städtischen Kindergarten in der Bürgermeister-Epple-Straße.
Sein Engagement für die Erhaltung der Klosteranlage nach dem Verlassen des Kapuzinerordens im selben Jahr war ebenfalls bemerkenswert. 1992 wurde die Klosteranlage von der Diözese Eichstätt erworben und es war klar, dass Monsignore Lang einen festen Platz in der Geschichte der Region einnehmen würde. 2010 bereitete er das 950-jährige Weihejubiläum der Stadtpfarrkirche Wemding vor, ein weiteres Zeichen seines unermüdlichen Schaffens.
Ehrungen und Vermächtnis
Bis zu seinem 89. Lebensjahr war er auch im Ruhestand aktiv und hielt Gottesdienste in der Region, einschließlich in der Ruinenkirche Maria im Spindeltal. Seine Verdienste wurden nicht unbeachtet gelassen: 1998 erhielt er das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, gefolgt von dem Ehrentitel „Kaplan Seiner Heiligkeit“ (Monsignore) von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2008. 2007 wurde ihm der Bayerische Verdienstorden verliehen, und seit dem 6. Januar 2009 war er Ehrenbürger der Stadt Wemding.
Nach 49 Dienstjahren trat er am 1. September 2011 in den Ruhestand, doch sein Geist blieb untrennbar mit der Gemeinde verbunden. Ein Requiem fand am Samstag, dem 9. Mai, um 10 Uhr in der Stadtpfarrkirche Wemding statt, gefolgt von seiner Beerdigung auf dem städtischen Friedhof. Monsignore Herbert Lang hinterlässt ein eindrucksvolles Erbe, das in den Herzen vieler Menschen weiterleben wird.