Heute ist der 2.06.2026 und wir blicken auf ein bewegendes Ereignis zurück, das sich am Dienstag in Oslo zutrug. Der Schauspieler und Menschenrechtsaktivist Richard Gere, bekannt aus Filmen wie „Pretty Woman“, hat bei einer Preisverleihung klare Worte gefunden. Er bezeichnete den US-Präsidenten Donald Trump als „Irren“ und malte ein düsteres Bild der aktuellen politischen Lage in den USA. Gere sprach von der dunkelsten Zeit, die er je erlebt hat und kam dabei nicht umhin, eine Verbindung zu den schrecklichen Ereignissen der Vergangenheit zu ziehen.

Seine Kritik zielte besonders auf die ersten Tage von Trumps zweiter Amtszeit ab, in denen seiner Meinung nach bereits viel für die US-Regierung und das Volk Zerstörung angerichtet wurde. „Wie konnte es nur so weit kommen?“, fragte er rhetorisch und verwies auf die Passivität der Wähler, die zur Wahl von Trump geführt habe. Gere gestand sogar ein, dass er selbst nicht genug getan habe, um andere davon abzuhalten, den ehemaligen Reality-TV-Star ins Weiße Haus zu wählen.

Ein Aufruf zur Wachsamkeit

Der Schauspieler erinnerte an seinen Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau, der ihn stark geprägt hat. Dort rief er zur Wachsamkeit auf – ein eindringlicher Appell, sich der Merkmale von Diktaturen bewusst zu sein. Gere warnte vor der Möglichkeit einer „Diktatur der Monster“ und appellierte an die Anwesenden, sich aktiv für die Demokratie und die Menschenrechte einzusetzen. Diese eindringlichen Worte wurden mit starkem Applaus belohnt, was zeigt, wie sehr sein Engagement geschätzt wird.

Während des Oslo Freedom Forums wurde Gere zudem mit dem Vaclav-Havel-Preis für kreativen Dissens ausgezeichnet, was ihn sichtlich überraschte. Er hat über viele Jahre ein enges Verhältnis zum Dalai Lama und setzt sich unermüdlich für das tibetische Volk ein. In seiner Dankesrede erwähnte er auch die Auszeichnungen für den inhaftierten chinesischen Künstler Gao Zhen und den Dissidenten Sai aus Myanmar, die er während der Veranstaltung bekannt gab.

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Ein eindringliches Plädoyer

Gere hat in Oslo nicht nur seine Kritik an Trump geübt, sondern auch ein starkes Plädoyer für Menschenrechte und humanitäre Krisen gehalten. Es ist bemerkenswert, wie dieser 76-jährige Schauspieler seine Plattform nutzt, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Trotz seines Ruhms bleibt er bescheiden, immer wieder betont er, dass auch er, wie viele andere, in der Verantwortung steht, aktiv zu werden.

Seine Worte hallen nach – nicht nur in Oslo, sondern auch hier bei uns in Bayern. Sie erinnern uns daran, dass wir alle wachsam bleiben müssen, um ähnliche Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. In einer Zeit, in der viele die Augen verschließen, ist es wichtig, dass Stimmen wie die von Richard Gere Gehör finden. Der Abend in Oslo war nicht nur ein weiterer Preis, sondern ein eindringlicher Aufruf zur Zivilcourage, der uns alle betrifft.