Heute ist der 6.05.2026 und in Dachau geht es richtig zur Sache! Bei der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats, die am Dienstag stattfand, wurden sage und schreibe 18 von 40 Mitgliedern neu vereidigt. Ein frischer Wind weht durch die Gänge des Rathauses. Diese neuen Gesichter stehen gleich vor einer Menge Herausforderungen, allen voran der Konversion des ehemaligen MD-Geländes in einen neuen Stadtteil – ein ehrgeiziges Projekt, das die Gemeinde in den kommenden Jahren sehr beschäftigen wird.

Ein Blick auf die Veteranen der Kommunalpolitik zeigt, dass viele erfahrene Stadträte sich 2026 nicht zur Wiederwahl stellten. Das ist natürlich auch eine Chance für die Neuen, sich zu beweisen und frische Ideen einzubringen. Oberbürgermeister Florian Hartmann von der SPD, der die Sitzung eröffnete, betonte die Ehre und Verantwortung, die mit dem Amt einhergehen. „Lasst uns respektvoll miteinander umgehen“, rief er den Anwesenden zu – ein Appell, der in der heutigen Zeit nicht oft genug wiederholt werden kann.

Neue Gesichter, neue Strukturen

Katja Graßl von der CSU wurde zur neuen Stellvertreterin des Oberbürgermeisters gewählt. Sie ist mit ihren 18 Jahren im Stadtrat das erfahrenste Mitglied ihrer Fraktion und wird parteiübergreifend geschätzt. Ursprünglich war Christian Hartmann als Kandidat vorgesehen, aber aufgrund von Widerstand entschied sich die CSU für Graßl – und das kam gut an! Ohne Gegenstimmen wurde sie gewählt und die Gratulationen waren herzlich und ehrlich, egal aus welcher politischen Ecke sie kamen.

Auch Dennis Behrendt von der SPD fand reibungslos den Weg zum Dritten Bürgermeister. Seine Wahl wurde ebenso positiv aufgenommen. Es ist erfrischend zu sehen, wie die verschiedenen Fraktionen zusammenarbeiten wollen. Den Mitgliedern ist die Wichtigkeit einer breiten demokratischen Mehrheit im Stadtrat bewusst – Entscheidungen sollen aus der demokratischen Mitte getroffen werden, um die Handlungsfähigkeit des Stadtrats zu gewährleisten.

Mit neuen Referenten im Stadtrat geht es weiter – Zgjim Alija (SPD) wird als Jugendreferent tätig sein, Stephan Simm (CSU) kümmert sich um den Sport und Martin Modlinger (Grüne) ist nun unser Zeitgeschichtsreferent. Sabine Geißler wurde auf Vorschlag von Kai Kühnel als Referentin für Städtepartnerschaften und Tourismus bestätigt. So bleibt auch das Bündnis für Dachau + Volt mit einer Referentin im Stadtrat vertreten.

Ein Blick in die Zukunft

Und während diese Veränderungen in Dachau gerade erst beginnen, bleibt die Aufwandsentschädigung für Stadträte für die neue Wahlperiode ausgesetzt. Das wird sicherlich einige Diskussionen nach sich ziehen, aber das ist das gute alte Spiel der Politik – nichts, was man nicht schon einmal erlebt hätte. Es bleibt spannend, wie sich die neuen Mitglieder auf die Herausforderungen einstellen und welche Maßnahmen sie für die Bürger umsetzen werden.